Rezensionen

Titans 1& 2

Titans 1

Den Auftakt dieser neuen Titans-Reihe macht eine Storyline, welche sich über 7 US-Ausgaben und somit über zwei deutsche Sonderbände zieht, hat die offensichtliche Rückkehr eines alten Titans-Gegners als Grundthema.

Titans 2

So beginnt diese Story mit einem rührseligen Rückblick auf die originalen Titans um Robin (Dick Grayson) und im Anschluss damit, dass Vic Stone alias Cyborg, welcher Mitglied eben dieses Teams war, ein neues Titans-Team formieren will – die Titans East. Dies ist eine Anspielung und Weiterführung der Storys in der vorangegangen Teen Titans Reihe, in welcher es auch Titans-Ableger gab. Bei dem Aufbau des Teams, bestehend aus Anima, Little Barda, Hawk and Dove, Power Boy, Lagoon Boy und dem Son of Vulcan erhofft sich Cyborg Unterstützung durch seine ehemaligen Team-Kameraden, welche jedoch alle aus diversen Gründen absagen und an einer Wiedervereinigung der originalen Titans offensichtlich nicht interessiert sind. Während ihres ersten Einsatzes wird das Titans East – Team von Unbekannten attackiert, am härtesten trifft es dabei Power Boy und Cyborg. Danach werden auch die restlichen Mitglieder der ersten Titans angegriffen und neben ihnen auch die amtierenden Teen Titans um Tim Drake. Schnell ist klar, dass hier ein Anschlag auf alle bisherigen Mitglieder aller Titans-Teams im Gange ist.

Als Reaktion auf die Angriffe ist ein Treffen der originalen Titans nicht mehr vermeidbar. Raven, die Tochter des alten Titans-Gegners Trigon, ist sich sicher, dass ihr Vater hinter den Angriffen steckt und so seine Rückkehr ankündigt. Zudem erfährt sie durch eine emotionale Verbindung zu ihm, dass sie offenbar nicht sein einziges Kind ist, eine Befürchtung, die sich schnell bewahrheitet.

Als sich die Titans in zwei Duos und ein Trio aufteilen um Spuren der Mutter des möglichen zweiten Abkömmlings Trigon’s nachzugehen, werden diese drei Teams durch unterschiedliche Emotionen heimgesucht. Kurz darauf stellt sich heraus, dass Trigon nicht nur ein weiteres Kind hat – den Titans gegenüber stehen Jacob, Jared und Jesse, alle drei sind die Söhne Trigons und verfügen zudem über die emotionalen Eigenschaften Zorn, Neid und Lust, drei der 7 Todsünden. In der folgenden Konfrontation nutzen die drei diese Fähigkeiten um die Titans kurzzeitig zu übertrumpfen und zwingen ihre Schwester Raven ein Portal zu öffnen, welches zu Trigon führt. Der geschwächte Dämon sieht die Chance seiner Rückkehr gekommen, allerdings wollen seine drei Söhne ihm nur seine Macht rauben. Trigon bleibt in seiner Dimension gefangen, während seine drei Söhne fliehen.

Den Titans bleibt zunächst nichts anderes übrig, als sich zurück zu ziehen – allerdings gehen sie nun aus diesem Einsatz als wiedervereinigtes Titans Team hervor.

Während die Titans Ihr neues Hauptquartier einweihen wird Raven erneut von starken Emotionen übermannt und ihr Äußeres ändert sich. So hat sie nun, wie ihre Brüder und ihr Vater vier Augen und wirkt auch viel reifer. Ihre drei Brüder sind erschienen, um sie zu sich zu holen. Beast Boy versucht dies zu verhindern, hat jedoch alleine gegen die Brüder keine Chance. Raven scheint sich ganz auf die Seite dieser geschlagen zu haben und schließt sich ihnen an.

Die Titans beschließen sie mit Hilfe eines magischen Steins zu suchen, welche Raven Donna Troy einst überlassen hatte. Als sie Raven und ihre Brüder finden, müssen die Titans Bekanntschaft mit drei weiteren Brüdern machen. Ingesamt ergeben diese 7 Kinder Trigon’s nun also die sieben Todsünden. Nach dem folgenden Kampf entschließt sich Raven, dass die Titans ihre wahre Familie sind. Sie schaltet ihre 6 Brüder aus, um die Eigenschaften der Todsünden auf die Titans zu übertragen. Allerdings verbirgt sich in dem Stein, der die Titans zu ihr geführt hat, Raven’s gute Seele, welche den Kampf mit der dämonischen Version Raven’s aufnimmt und letztendlich siegt.

Zurück im Hauptquartier haben die Titans keine lange Verschnaufpause, denn Jericho ist zurück, gefangen im Körper des missglückten Superboy-Klon Match.

Als ich davon gehört hatte, dass Panini statt Teen Titans die neue Titans-Reihe um die Uhr-Titans (Nightwing – ehemals Robin, Donna Troy – ehemals Wondergirl, Red Arrow – ehemals Speedy, Flash – ehemals Kid Flash, Cyborg, Starfire, Beast Boy und Raven) bringen wird, war ich hin und her gerissen, da ich die originalen Titans zwar mochte, aber die neuen Teen Titans gerade auf ihrem Höhepunkt erlebte. Zudem gab es das zu Zeiten Dinos schon einmal – da wurden die Teen Titans (das Alien -Team) abgelöst durch die Titans um Dick Grayson …

Ich muss sagen, eine Rückkehr Trigon’s hätte mich nicht sehr überzeugt, nun gab es hier allerdings eine Neuauslegung in Form der Kinder des Dämonen. Ein durchaus interessantes Konzept, dessen Potential meiner Meinung nach jedoch nicht ganz genutzt wurde. Die sieben Todsünden bestehen bereits im DC-Universum im Form der Statuen in der Shazam-Höhle. Man hat bei dieser Storyline wie so oft bei DC in den letzten Jahren das Gefühl, dass es im DCU nichts nur einmal gibt – neben unzähligen Erden gibt es alleine in der Erde 1 – Realität mehrere Versionen von Helden und Schurken gleichzeitig, warum also nicht auch mehrere Titans-Teams und die sieben Todsünden mal zwei?! Die neue Variante der Todsünden ist aber offensichtlich genau so schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht ist – schade, hier hätte eine andere Konzeption der Söhne Trigon’s vielleicht mehr Potential gebracht …

Zum Artwork: Wirklich prachtvoll beginnt die Storyline mit Zeichnungen von Ian Churchill, der mich schon bei Supergirl zu begeistern wusste. Man bekommt aber schnell den Eindruck, dass Churchill mit dem Prolog, der auf das Titans East Special 1 und Titans 1 aufgeteilt wurde, den Leser nur anheizen sollte, denn mit Joe Benitez ergibt sich schon so etwas, wie ein grafischer Stilbruch. Seine Zeichnungen lassen die Titans zwar noch etwas dynamischer wirken, aber auch etwas cartoonhafter. Wir finden Donna Troy plötzlich in einem neuen Outfit wieder, welches ihrem ehemaligen rot-weißem Outfit nachempfunden ist, aber nun schwarz ist und rote Sterne trägt. Als in den letzten beiden Kapiteln der ersten Storyline mit Julian Lopez der dritte Zeichner an dieser Story mitwirkte, trägt Donna Troy plötzlich wider das schwarze Kostüm mit den weißen Punkten.

Begeistert hat mich wiederum Benitez‘ Zeichnung der Alice im Wunderland – Statue aus dem Central Park in Band 2, diese ist sehr originalgetreu nachempfunden.

Alles in allem ist der die erste Storyline um die wiedervereinten Titans eine kurzweilig gute Story mit Bezug auf die „alten“ Titans, die sie Neulesern näher bringen kann.

Kategorien:Rezensionen

Tagged as: , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s