Rezensionen

Justice League – Generation Lost #1

Der erste Band der neuen Reihe “Justice League – Generation Lost” sammelt die ersten 6 Ausgaben der US-Reihe. Übersetzt wurden diese von Christian Heiß.

Nach dem eher weniger erfolgreichen Versuch aus dem Jahr 2007 die “Lustige Liga” zurück zu bringen konnte man sehr gespannt sein, was uns mit dieser verlorenen Generation nun bevor stand. So war es doch vielen noch gar nicht zum Lachen zumute, immerhin hatte es gerade gewütet im DCU, die Toten sind als Untote zurück gekehrt, einige unter ihnen hingegen wurden wiederbelebt. Unter den letzteren war auch Maxwell Lord – und hier setzt die Geschichte um die Helden, welche als Justice League International zu Ruhm gerieten, ein.

Es ist bekannt, dass Max Lord, der als Mörder Ted Kord’s, selbst ein zweifelhaftes Ende durch Wonder Woman nahm, wieder unter den Lebenden weilt. Nun wird er gesucht, vor allem durch die Justice League. Booster Gold jedoch fühlt sich bei den Ermittlungen etwas ausgebootet, allerdings vermutet der Rest der Helden bei ihm Befangenheit, zum einen, weil er früher mit Max Lord befreundet war und dieser zum anderen, wie schon erwähnt, Blue Beetle, Booster’s besten Freund, auf dem Gewissen hatte.

Allerdings hat die Heldengemeinschaft nicht die Rechnung ohne Max Lord gemacht, der im Hintergrund bereits die Fäden zieht. So gelingt es ihm, dass sich keiner an ihn erinnern kann – außer einer handvoll Helden, bestehend aus Ice, Fire, Captain Atom und Booster Gold. Im Laufe ihrer Jagd treffen sie auf die Reinkarnationen von Blue Beetle und Red Rocket und das alte Team ist (fast) wieder komplett. Welchen Plan verfolgt Max Lord und welche Rolle spielt er bei der Wiedervereinigung seines alten Teams?

Trotz der Tatsache, dass man hier deutlich mehr auf Action setzt, als auf den teilweise übertriebenen Humor der bereits erwähnten Vorgängerreihe aus 2007, kommt der Spassfaktor natürlich auch hier nicht zu kurz. So sind es trotz der ernsten Angelegenheit die gewohnt lockeren Sprüche eines Booster Gold, die den Weg der Helden pflastern. Judd Winick gelingt der Spagat zwischen spannungsgeladener Handlung und einem Hauch Komik, ohne dass die Helden dieses Mal lächerlich wirken. Der Miterfinder der lustigen Liga Keith Giffen ist ebenfalls an Bord, der neben Teilen der Story auch die Vorzeichnungen ablieferte, welche von Aaron Lopresti und Matt Ryan ausgearbeitet wurden. Ein kleiner Wehmutstropfen: Textlich ist es zwar Dick Grayson, der hier im Batman-Kostüm steckt, nicht jedoch zeichnerisch – der eigentlich deutlich freundlichere Batman schaut bisweilen etwas zu grimmig und steckt auch im Kostüm seines Vorgängers.

Alles in allem ist hier jedoch ein sehr spannender und unterhaltsamer Auftakt für einen Neustart eines der beliebtesten Justice League Ensembles gelungen, welcher Lust auf mehr macht.

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