Rezensionen

100% DC 33 – Legenden des DC-Universums (2/2)

Dieser Band sammelt die Ausgaben 6-10 der US-Reihe DCU-Lagacies. Ins Deutsche übersetzt wurde der Band von Steve Kups.

Die Geschichte um Paul und seine Familie wird weiter erzählt. Im Mittelpunkt stehen im zweiten Band die schweren Schicksalsschläge der Helden, aber auch die Paul’s. Während sich dieser, seine Familie und auch die Superhelden nach von den Folgen der ersten Crisis erholen, ziehen am Horizont bereits erneut dunkle Wolken auf. Mit Batman und Superman trifft es die beiden bekanntesten Helden des DC-Universums am schwersten mit ihren jeweils dunkelsten Stunden. Bane bricht Batman in Gotham das Rückrad, während Doomsday in Metropolis wütet und Superman bei dessen Versuch, ihn aufzuhalten, tötet.

Paul, der selbst inzwischen zum Detective befördert wurde, kann zwar helfen, das Chaos in Metropolis zu beseitigen, muss aber dennoch machtlos zusehen, wie seine großen Helden zu Fall gebracht werden.

Nach einiger Zeit genesen beide Helden und steigen wie Phönix aus der Asche, nicht jedoch, ohne dass bereits der nächste Held aus ihren Reihen vor einem tiefen Abgrund gestellt wird: Green Lantern. Einer der vier Ersatz-Supermen, die den echten Superman für die Zeit seiner letzten Ruhe vertraten, entpuppte sich als Verräter und zesrtörte Coast City, die Heimatstadt Green Lanterns, gemeinsam mit Mongul.

Hal Jordan geht letztlich den einzigen für ihn richtig erscheinenden Weg und stellt sich gegen die Wächter und das Corps um die gesamte Energie der Power Battery von Oa zu absorbieren. Mit dieser Macht will er die Geschehnisse rückgängig machen, wird aber von den Helden aufgehalten.

Ein weiteres Mal steht die Welt vor ihrer dunkelsten Stunde, als der Sun-Eater droht die Sonne zu verschlingen, der Spectre wild durch’s DCU wütet oder unkontrollierbare OMACs die Superhelden-Gemeinschaft bedrohen. Das alles sind für Paul allerdings nur noch Randerscheinungen, als ihn das persönlich härteste Schicksal ereilt und seine Frau von Krebs heimgesucht wird.

Trotz der im Gegensatz zum ersten Band eher düsteren Stimmung in diesem Band sind es genau jene Geschichten, die immer im Gedächtnis bleiben werden. Es macht Freude, sie hier in komprimierter Form wieder einmal zu lesen. Während Len Wein erneut für die Texte verantwortlich zeichnete, ist es diese Mal vor allem Dan Jurgens am Zeichenstift zu verdanken, dass dieses Wohlgefühl aufkommt, immerhin hatte er in den 90ern den Tod von Supeman sowohl als Autor, als auch als Zeichner begleitet. Auch die anderen Künstler tun ihr Bestes, die richtige Stimmung für die jeweilige Geschichte zu erschaffen.

Abschließend sei gesagt, dass diese beiden Bände als eine Art Moment-Aufnahme von 75 Jahren DC-Universum zu sehen sind. Wie inzwischen jeder mitbekommen haben sollte, wurde in den USA das DC-Universum quasi neugestartet, das heißt, alle Ausgaben starteten mit neuer Nummer 1 und die Entstehungsgeschichten einiger Figuren wurden überarbeitet. In welche Richtung sich das neue DCU sich auch immer entwickeln mag, diese beiden Bände erlauben jederzeit den Blick auf das alte DCU, zumindest in komprimierter Form. Allen Fans von 75 Jahren DC-Comics seien diese beiden Bände wärmstens an’s Herz gelegt.

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