Rezensionen

DC Premium 77: Superman – Secret Origin

Wenn man sich auf das zugegebener Maßen zunächst nicht allzu verlockend klingende Abenteuer einlässt, die gefühlte 500. Neufassung von Superman‘ s Ursprungsgeschichte zu lesen, wird man doch wieder einmal überrascht, wie unerwartet gut dieser Ansatz dann gelingen kann.

Geht es darum, welcher Autor es ist, dem eben dieses Kunststück gelingen kann, so fällt einem sofort ein Name ein: Geoff Johnes. Mit ihm sitzt ein echter Fanboy in DC‘ s Führungsetage und ihm gelingt es fast immer, das zu beschreiben, was die anderen Fans lesen wollen. Dies ist ihm auch dieses Mal gelungen.

Zeichnerische Unterstützung holt er sich dabei durch keinen geringeren als einen der wenigen Megastars unter den amerikanischen Zeichnern: Gary Frank. Mit seiner Darstellung des Stählernen transportiert er eine klassische Variante in unsere Zeit. Gesichtszüge und Gesten Superman’ s und seines alternativen Ich’ s hat er ganz eindeutig an dem viel zu früh verstorbenen, legendären Superman-Darsteller Christopher Reeve angelegt.

Eine Station im Leben des Manns von Morgen, welche das Erzählerduo näher beleuchtet, ist natürlich die Pubertät Clark’ s, in welcher er nicht nur seiner erste Liebe Lana Lang näher kommt, sondern auch weitaus mehr Veränderungen an sich selbst feststellt, als die anderen Jugendlichen in seinem Alter. Zudem begegnet er erstmals Lex Luthor und erlebt das erste Aufeinandertreffen mit der Legion der Superhelden.

Clark’ s Ankunft in Metropolis ist das nächste Kapitel, dessen sich Johns und Frank annehmen. Hier liegt der Schwerpunkt natürlich ebenfalls nicht nur auf Superman, der seinen ersten öffentlichen Auftritt hat, sondern auch auf seinem neuen Arbeitgeber, dem Daily Planet, dessen Belegschaft, auf Jimmy und Lois im Besonderen und natürlich auf Lex Luthor. Letzterer, dem ein Großteil von Metropolis gehört, gilt bis zu Superman’ s Auftauchen als wahrer Heiland, der den Menschen in Metropolis Glück bringt, indem er jeden Tag einen Kandidaten aus der vor dem Lexcorp-Gebäude wartenden Menge, einen Wunsch erfüllt.

Die Geschehnisse spitzen sich zu, als einer der von Luthor’ s Beschenkten mit einer Chemikalie in Verbindung bringt und ihn zu dem Parasiten werden lässt, Superman’ s ersten übernatürlichem Gegner. Im weiteren Verlauf der Story treffen wir noch auf General Sam Lane, den Vater von Lois und seinem Untergebenen John Corben, der als Metallo kurze Zeit später dem Stählernen übel zusetzt.

Johns verwendet hier erneut die Figuren, welche schon immer in Verbindung mit Superman’ s Ursprungsgeschichte standen, transportiert sie aber gekonnt in unsere heutige Zeit.

Die Miniserie “Superman: Secret Origin” findet sich in diesem Band auf 220 Seiten komplett gesammelt und übersetzt von Christian Heiß. Der Band sei nicht nur jedem Fan empfohlen, sondern vor allem auch jenen, die Superman neu für sich entdecken oder wieder entdecken wollen.

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