Rezensionen

Swamp Thing 3 – Das grüne Reich

Swamp Thing, erdacht von Len Wein und Bernie Whrightson, wurde in den 80ern mit Alan Moore als Autor von einer eindimensionalen Horrorfigur zu einer vielschichtigen Kreatur mit philosophischen Ansätzen.

Im Rahmen des DC Neustarts wurde nun Scott Snyder mit der Neuinterpretation des Sumpfdings beauftragt. Der Autor, der den meisten von American Vampire und Marvel Noir: Iron Man bekannt sein dürfte, ist einer der Shootingstars bei DC, und als Autor von Batman ebenfalls am Start.

Rückblick:

Mit dem DC-Neustart kam es zu einer Wiedergeburt: Alec Holland, der einst der Avatar des „Grün“ (also der symbolisierten Pflanzenwelt) gewesen war, wurde ins Leben zurück geholt. Eine große Gefahr bedroht die Erde, denn die „Fäule“, die sinnbildliche Verwesung und der Tod, ist erstarkt. Ein Revival erfährt auch die Liebe zwischen Swamp Thing und Abby, doch die Freude darüber ist nur von kurzer Dauer, den die Fäulnis hat Abby entführt, um sie zur Königin der Fäulnis zu machen. Abby wollte dies zwar nicht, aber die Veranlagung zur Fäulnis schlummerte schon seit Geburt in ihr. Die Fäule hat die Erde in ihrem Würgegriff. Die Früchte des Feldes verdorren oder verfaulen, zombiefizierte Tiere streifen durch die Wälder, und Insektenplagen biblischen Ausmaßes regnen auf die Menschheit nieder. Tod und Verzweiflung aller Orten, und die die einzige Hoffnung ist Swamp Thing, der eine Metamorphose durchführt. So wird Alec Holland zum Kriegerkönig des Grüns, und zieht mit Flügeln und einem Geweih aus Wurzeln ausgestattet in den Kampf mitten im Herzen der Fäule. Ihm zur Seite steht Buddy Baker, seines Zeichens der Avatar des Rot, also der Tierwelt. Doch als sie die Fäule angreifen wollen, haben sie ihr ungewollte das Tor in die Welt geöffnet.

Handlung:

Als Swamp Thing seine Augen aufschlägt, zweifelt er an seinem Verstand. Die Welt, wie er sie kannte, existiert nicht mehr. Die Fäule hat die Welt fast ausnahmslos überrannt. Auch die einst so mächtigste Justice League wurde besiegt, und nur noch wenige Überlebende sind auf dem verrottenden Planeten übrig geblieben. Poison Ivy und Deadman, die ihn gefunden haben, ziehen gemeinsam mit ihn nach Gotham, wo die letzte Hoffnung der Menschheit liegen soll. Doch wo ist Animal Man?

Fazit:

Mit diesem Band wird die Erzählung „Tote Welt“, die seit Band 1 aufgebaut wurde, zuende geführt.Snyder verzahnt die Storyline wieder mit vielen anderen DC-Figuren, z.B. der Justice Leage und den üblichen Verdächtigen aus Gotham. Dabei kommt es zu einigen Schlachten mit den aus den letzten Bänden bekannten Monstern der Fäulnis.

Mit dem verpaßten Jahr hat er die Erde in eine düstere Zukunft geführt, eine Art „Age of rotten Apocalypse“. Interessant zu sehen, wie sich die Welt weiter gedreht hat, was nicht jeder Figur gut bekommen ist. Da wäre ich sogar an einem Spin-Off, z.B. mit dem veränderten Gotham, interessiert.

Die Frage ist nun, ob Snyder bewußt einige offene Handlungsstränge wie die Armee von Robins im Dunkeln läßt, oder schlicht nicht beenden konnte, weil er nach der US-Nummer die Serie verlassen hat. Ich fühlte mich gut unterhalten, jedoch hatte ich am Ende das Gefühl, daß etwas anderes geplant gewesen war.

Man darf gespannt sein, was der neue Autor der Serie, Charles Soule, aus dem Sumpfding machen wird. Snyder hat ihm die Serie an einem Punkt übergeben, in der sich die Serie in alle Richtungen entwickeln könnte.

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