Rezensionen

Constantine 1 – Der Funke und die Flamme

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Die Serie Hellblazer war mit 300 Ausgaben die am längsten laufende des DC-Imprints Vertigo. 2007 brachte Panini die Serie wieder nach Deutschland, nachdem Schreiber & Leser 2005 deren letzten Band veröffentlicht hatte. Nach dem DC Neustart New 52 wurde die Serie unter dem Namen „Constantine“ in das reguläre DC-Universum integriert, was zur folge hat, daß Constantine nun auch mit anderen DC-Figuren interagieren kann.

In der Reihe Justice Leaugue Dark bekamen wir ihn zunächst im Team mit Madame Xanadu, Deadman, Shade und Zatanna zu sehen – merklich jünger, als in den letzten Ausgaben der Hellblazer-Reihe.

Constantine ist ein Magier aus der Arbeiterklasse Englands. Er läuft in einem zerknitterten alten Trenchcoat herum, raucht Kette und ist nie um eine sarkastische Bemerkung verlegen. Sein Geschäft: Bekämpfung von Hölle, Dämonen und anderen fiesen übernatürlichen Gestalten.

Die Ereignisse der letzten Zeit zwangen John Constantine London zu verlassen, und nach New York zu gehen. Auch dort hat er einige Freunde wie seine Liebschaft Zatanna, aber auch viele Feinde, die er sich erarbeitet hat.

John begibt sich auf die Suche nach einem mächtigen magischen Kompass, der es seinem Besitzer ermöglicht, mystische Objekte zu finden. Leider ist der Kompass aufgeteilt in 3 Teile, die in der Welt versteckt sind. So muß sich John nach Norwegen, Myanmar und London begeben, um alle Teile zu finden. Doch auch andere sind dem Kompass auf der Spur, und so dauert es nicht lange bis er von anderen magisch begabten Kreaturen angegriffen wird…

Fazit:

Die Autoren Ray Fawkes (Batgirl, Pandora) und Jeff Lemire (Sweet Tooth, Animal Man) nutzen die neuen Möglichkeiten, und lassen Constantine auf Spectre, Zatanna, und Shazam treffen. Letzteres Treffen stammt aus einem Crossover mit dem Heft Justice Leaugue 22, das man zum Verständnis aber nicht unbedingt benötigt.

Alle diese Figuren haben Bezug zum Thema Magie, und so ist es folgerichtig, daß Constantine auf sie stößt. Mir persönlich hat jedoch das Treffen mit Papa Midnite, einer alten Figur aus Hellblazer, am besten gefallen. Genau so wie John dort beschrieben ist, will ich ihn sehen, den alten Mistkerl und Betrüger.

Die Interpretation aus den ersten 3 Heften, in denen er wie eine magische Version von Indiana Jones Artefakte jagt, mag massenkompatibel sein und den Standard-DC-Leser mitnehmen, doch Hellblazer war bislang mehr als das. Während mich sonst magische Figuren eher langweilen, hat mich der listige Brite gerade mit den Aktionen gefesselt, für die eigentlich keine Magie nötig war.

Die Zeichner Renato Guedes und Fabiano Neves liefern einen guten Job. Besonders die Episode in London hat mir gefallen. Lediglich die Koloration von Marcelo Maiolo sind für meinen Geschmack etwas zu hell geraten.

DC versucht hier einen Spagat zwischen den Fans der alten Hellblazer-Serie und den Superhelden-Fans herzustellen. Ob dies gelingt, wird die Zukunft zeigen. Mein Interesse jedenfalls ist geweckt. Ich hoffe, daß die Serie zu neuen Höhen geführt werden kann. Ein Anfang ist gemacht.

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