Rezensionen

PARKER (Eichborn Verlag)

Unter dem Pseudonym Richard Stark veröffentlichte Donald E. Westlake eine Vielzahl an Romanen, die sich um die Figur Parker drehen. Darwyn Cook, der zuletzt durch seine Arbeiten an zwei „Before Watchmen“ – Titeln brillierte (BFWM: Minute Men und BFWM: Silk Spectre), nahm sich der Comic-Adaption insgesamt vier dieser Bücher für IDW an, welche in Deutschland als gesammelte Graphic Novels beim Eichborn Verlag unter dem Titel „PARKER“ erscheinen.

Die Adaption zu „The Hunter“, welcher gleichzeitig auch der erste Band der Roman-Reihe ist, stellt die Titelfigur dem Leser als skrupellosen Kriminellen vor, der vor nichts zurück schreckt, auch nicht vor Rache. Parker kommt in New York an, um Lynn, seine Exfrau, zur Rede zu stellen. Doch sie, offenbar überfordert mit der Situation, dass Parker noch lebt, und geplagt von Schuldgefühlen, begeht Selbstmord. Parker muss sie „unauffällig“ beseitigen. Lynn ist nur die erste in einer Liste von Leichen, die Parker‘ s Weg pflastern, um sein vorrangiges Ziel zu finden: seinen ehemaligen Komplizen Mal.

Die Handlung spiegelt ein zunächst klassisches Setting wieder, welches stark von Crime Noir – Elementen beeinflusst ist. Dargestellt wird das New York des Jahres 1962, ein unruhiges und gefährliches New York. Hier schalten und walten Großfirmen, die außerhalb des Gesetzes agieren. Parker und die Seinesgleichen gehen eben diesen Syndikaten aus dem Weg, so gut sie es können. Eines Tages wird Parker die Tatsache zum Verhängnis, dass er sich mit Mal einen Handlanger des Syndikates ins Team holen muss, der dieser Firma auch noch viel Geld schuldet. Dieser Umstand wird für ihn bald zum Verhängnis. Auf dieser Begebenheit baut der erste Band von „PARKER“ auf.

Ich kann nicht einschätzen, wie nah sich Darwyn Cooke in seiner Adaption an das Buch hält, aber sie beinhaltet eine in sich abgeschlossene Handlung, die natürlich Platz für Fortsetzungen lässt. Seine Illustrationen hier sind etwas gewöhnungsbedürftig, da diese sich dieses Mal auf schwarzweiße Illustrationen mit blauer Marker-Schattierung begrenzen, was bei Cooke‘ s dynamischen Strich hier und da zu etwas Unruhe führt. Zudem verwendet er gerne archetypische Figurenmodelle, die ohne Kolorierung leicht verwechselt werden können. Das hat mein Lesevergnügen aber nur minder gebremst. Wer handfeste Krimis im Crime Noir – Feeling mag, begeht hier bestimmt keinen Fehlkauf. Packend ist die Story durchaus und ich möchte wissen, wie es mit Parker weiter geht.

Der zweite Band ist im März unter dem Titel „Parker – Das Syndikat“ erschienen und adaptiert den Roman „The Outfit“. Diesen Band werde ich mir beim nächsten Besuch im Comicshop mitnehmen.

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