Rezensionen

Beim dritten Mal tut es immer noch weh: BTOOOM #3

BTOOOM 3

Man müsste tödlichen Spielen, die auf einer Insel stattfinden, ein eigenes Genre widmen. Angefangen bei „Herr der Fliegen“ bis zum heutigen Kult rund um die „Die Tribute von Panem“ gibt es genug Beispiele für Spiele, die bei negativem Ausgang mit dem Tod enden können. Oder etwa sollen. Und so kommt es, dass natürlich BTOOOM auch in die Richtung geht.

Oder wie es die von mir vielzitierte „Let´s dance“-Jurorin Motsi Mabus gerne mal lauthals intoniert: „Das ist Bombe!“

Bombenstimmung im Paradies: Eva sprengt Adam in die Luft

Der dritte Band führt uns vom Hauptcharakter der ersten zwei Bände weg und zeigt uns den Weg Himikos in die Gegenwart. Sie ist wie all die anderen Teilnehmer auch mit ihrem Pöppes (hochdeutsch: Hintern) auf die Insel gefallen und muss sich jetzt durch das Dschungeldickicht kämpfen. Ziel ist es von der Insel zu kommen, in dem man 7 Chips, die in die Hand der Mitspieler gepflanzt sind,  sammelt. Himiko wird Opfer von versuchter Vergewaltigung und man erfährt, wieso sie keinem Mann auf der Insel vertrauen wird. Danach kehrt die Handlung zu Ryota Sakamoto zurück, der mit Himiko unterwegs ist. Beide treffen im Laufe dieses Bandes auf mehrere Personen, deren Motive nicht immer ersichtlich wird.

Schlimmeres Hin und Her als beim Tauziehen

BTOOOM besteht vor allem aus Action und dem Klarkommen mit der Situation auf der Insel. Wie komme ich von der Insel ohne getötet zu werden oder töten zu müssen?  Wie funktionieren die einzelnen Bombentypen, BIMs genannt? Wie komme ich an meine Nahrung, die gerne mal von Flugzeugen abgeworfen wird? Können wir uns nicht alle vertragen? Mindestens auf die letzte Frage habe ich eine klare Antwort: Nein. Es finden sich einzelne Grüppchen, trotzdem bleibt bei jedem ein gesundes Misstrauen. Im Gegensatz dazu entwickelt sich bei Himiko und Ryota eine Liebesgeschichte, die sogar interessant werden könnte. Und diese Geschichte spielt sich zum Glück nicht zu sehr in den Vordergrund.

Striche über Striche: Dynamik platzt aus jedem Panel

Die Zeichnungen sind schön erwachsen und detailgetreu. Natürlich sind, typisch japanisch, die Gesichter etwas cartoonhafter, aber niemals so überzogen, wie es gern in anderen Mangas benutzt wird. *Zwinker, lol, rofl, seufz* <— So ungefähr nur gezeichnet *kicher*
Die detailgetreuen Zeichnungen passen auch zu den strikt erwachsenen Inhalten wie Vergewaltigung, Mord und Intrigen.  Auch die Action ist schön dynamisch gezeichnet, so dass man das Gefühl eines schnelllebigen Actionfilmes bekommt, wenn man den Manga so durchblättert.

Auf der Suche, um was zu meckern, aber es wurde weg-ge-BTOOOM-t

Ich würde gerne an irgendetwas mäkeln, aber manchmal ist es so schwer was zu finden. Aber während ich das runter tippe fällt mir eins ein. Die Geschichte um mehrere Mitspieler in einem Mörderspiel ist im Moment nicht was großartig Innovatives. Aber wie sagt man so schön: Hat es alles irgendwie schon mal gegeben. Und wenn man so ein Purist sein möchte, dann frage ich mich, warum ihr diese Rezension noch lest. Die hat es so bestimmt auch schon gegeben.

Empfehlung: Käuflich für Action- und Thriller-Fans mit erwachsenen japanischen Zeichnungen

Und ein kleiner Hinweis von mir: Bis Mittwoch läuft noch mein Nerd und Newbie-Gewinnspiel zum Gratis-Comic-Tag. Wer also Lust auf eine kleine Comic-Reise durchs Rheinland und ein gratis Essen, der besucht meinen Blog.

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