Rezensionen

Locke & Key 6: Alpha & Omega

Das Warten hat ein Ende. Mit Band 6 wurde Locke & Key, die derzeit beste IDW-Serie von Autor Joe Hill und dem Zeichner Gabriel Rodriguez beendet. Ein Jahr und neun Monate mussten wir auf den finalen Band warten, aber das Ergebnis ist klasse!

Rückblick

Familie Locke gehört das Keyhouse, ein Landhaus in Lovecraft, Massachusetts . Der Vater der Bilderbuchfamilie, ein Lehrer, wird gleich im ersten Kapitel in seinem Wohnhaus von einem scheinbar verrückten Schüler umgebracht, weswegen sich die Mutter mit ihren Kindern Tyler, Kinsey und Bode in das Keyhouse zurück zieht.

Nun muss die Familie mit dem Tod des Vaters fertig werden, doch merkwürdige Dinge ereignen sich auf dem Grundstück. So findet der kleinste Sohn Bode eine Tür, die ihn körperlos werden lässt, sobald er sie durchschreitet. Und was lebt dort in dem alten Brunnen, und spricht zu Bode?

Schnell stellte sich heraus, dass ein böses Lebewesen Besitz von verschiedenen, im Haus versteckten Schlüsseln ergreifen will, die alle magische Fähigkeiten haben. Es gibt Schlüssel, mit denen man an jeden Ort der Welt reisen kann, wenn man sich das Ziel nur vorstellen kann, ein anderer verwandelt die Hautfarbe oder das Geschlecht, wieder ein anderer lässt einen förmlich in den Kopf der Menschen sehen, wo man Gedanken und Erinnerungen heraus oder herein nehmen kann. Die Möglichkeiten sind schier unendlich.

Bald stellt sich für den Leser heraus, dass Zack, ein Junge der schon mit dem getöteten Vater in den 80ern befreundet war, für das Unheil verantwortlich ist. Doch die Familie ahnt nichts davon, und freundet sich sogar mit dem Übeltäter an. So werden Geheimnisse mit Zack geteilt, während er die Geschwister in anderen Formen angreift. Zuletzt schaffte es Zack, den Körper des kleinen Bode zu übernehmen – und damit die Kontrolle über alle Schlüssel.

Handlung

In einem furiosen Finale kommt es zum Showdown der Familie Locke mit Zack, doch sie sind nicht nicht die einzigen, die in Gefahr schweben. Der gesamte Abschlussjahrgang hat sich zum Feiern in die Höhle am Meer zurück gezogen, doch die Feierstimmung hält nicht lange an. Werden die Kinder aus den Fehler ihres Vaters in der Vergangenheit lernen, und gegen das Böse bestehen können? Wer überlebt, und lohnt es sich überhaupt zu überleben?

Fazit

Joe Hill schafft es, den Leser bis zum Ende in den Bann zu ziehen. Die inzwischen lieb gewonnenen Charaktere agieren dabei vollkommen natürlich, und man fiebert mit, wenn ihnen Böses geschieht – und davon gibt es beim Finale eine Menge. Dazu gibt es klärende Dialoge, und herzzerreißende Szenen. Kein Erzählstrang wird vergessen, kein Charakter übersehen. Daran sollte sich die ein oder andere Szenegröße ein Beispiel nehmen.

Klasse auch die Anspielungen, die in die Handlung verwoben werden. So wurde eine Hommage an Stephen Kings Erstlingswerk „Carrie“ ebenso integriert wie Anspielungen auf Transmetropolitan.

Es war klar, dass Hill nicht enttäuschen würde, aber hier wird wirklich jeder Fan der Serie glücklich sein.

Apropos glücklich: jeder, der die Serie noch nicht gelesen hat, kann sich glücklich schätzen, diese Perle der modernen sequentiellen Kunst noch vor sich zu haben – und das ohne die Wartezeiten auf den nächsten Band ertragen zu müssen. Eine fabelhafte, in sich schlüssige und nicht unnütz in die Länge gezogene Serie liegt vor euch.

Die Verfilmung der Serie ist ja zunächst leider gescheitert, aber ich hoffe dass Joe Hill und gern auch der Zeichner Gabriel Rodriguez viele Comics erschaffen werden. Wem die Serie gefallen hat, dem sei auch „Das Cape“ an Herz gelegt, eine Serie, die ebenfalls auf Joe Hill basiert.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s