Comicnews

Stuttgarter Zeitung stellt „Zuckerfisch“ ein

Bereits am Sonntag Abend erreichte mich leider folgender Tweet, den wir auch über unsere Twitter-Accounts retweeteten:

Am Montag bestätigte Naomi schließlich selbst:

Viel mehr gab es dazu leider noch nicht zu berichten.

Mittlerweile gibt es jedoch weitere Informationen. Die Stuttgarter Zeitung selbst gibt in einem Kommentar zu dem Facebook-Beitrag des Zwerchfell-Verlag bekannt:

Es stimmt, nach 13 Jahren „Zuckerfisch“-Comic am Donnerstag in der StZ-Kultur möchten wir gern einmal etwas Neues anbieten – nämlich eine feste, regelmäßige Comic-Kolumne über Neuerscheinungen, Künstler und Trends. Wir haben auch in der StZ-Redaktion alle „Zuckerfisch“-Geschichten sehr geliebt. Aber als Tageszeitung muss man ab und zu mal Neues wagen. Schön aber, dass Naomi Fearn ihre Stuttgart-Berlin-Geschichte bei uns zu einem vorläufigen Ende erzählen wird. Und den Abschied am 31. Juli werden wir besonders groß und üppig gestalten, versprochen.

Naomi Fearn teilte auf Anfrage mit:

Es ist in der Tat so, dass bei allen Zeitungen seit Jahren die Einnahmen durch Abonnements und Werbe-Einnahmen zurückgehen und ich schon die Jahre zuvor dankenswerterweise verschont blieb, und diesmal eben nicht.

Aber es ging ihnen auch darum an der Stelle der Kulturseite etwas Neues zu bringen. Das ist natürlich schade, und vielleicht kommt mal eine Zeit, wo es keine „oder“ Frage ist zwischen einer Kolumne über Comics und einem Comicstrip im Kulturteil, sondern beides unterkommen kann.

Aber 13 Jahre lang einen autobiographischen Comic in einer süddeutschen Zeitung zu haben ist schon ganz schön außerordentlich, und ich möchte hier noch mal ein Lob an die Redaktion aussprechen, dass sie das 2001 gemacht hat, als noch niemand in Deutschland wusste wie man „Graphic Novel“ ausspricht und die meisten Zeitungen sich für Abdrucke von Hägar und den Haiopeis entschieden. Ich mag die Redakteure gerne, und sie haben sich über die Jahre auch immer wieder für den Comic eingesetzt.

Da das Kostenproblem alle Zeitungen betrifft sehe ich die Chancen für die Unterbringung von Zuckerfisch wonaders als eher gering. Und nur für den Blog zu zeichnen trägt sich leider im Moment nicht, wie selbst Sarah Burrini feststellen musste, die eine wesentlich höhere Online-Leserschaft hat als ich.

Vielen Dank für viele tolle Jahre mit dem Zuckerfisch, Naomi.

Bedauernswerter Weise sieht das für die Zukunft des „Zuckerfisch“ also alles andere als rosig aus. Die Hoffnung bleibt, dass sich etwas ergibt …

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