Rezensionen

Ghosted 1: Ein gespenstischer Coup (Panini Comics)

Ghosted 1: Ein gespenstischer Coup

Ghosted 1: Ein gespenstischer Coup

Das Leben ist hart für den Ganoven Jackson T. Winters. Beim Überfall auf ein nagelneues Casino wurde er geschnappt, und nun muss er seine Zeit im Knast absitzen. Dort geht es zwischen fallengelassenen Seifen in der Dusche und scharf geschliffenen Metalteilen ums nackte Überleben. Aus dieser Situation wird er von Anderson, einer in allen Waffenfertigkeiten trainierten Spezialistin gerettet, doch diese Aktion ist natürlich nicht uneigennützig; Anderson arbeitet für Markus Schrecken, einen verschrobenen Millionär, der okkulte Gegenstände sammelt. Seine Villa ist gefüllt mit Statuen, Amuletten und magischen Utensilien, doch eines fehlt ihm noch in der Kollektion: Markus Schrecken braucht einen echten Geist!

Als ideale Stelle für einen Geist bietet sich ein Spukhaus an, und dafür wurde die alte Trask-Villa auserkoren. Dort haben sich in der Vergangenheit dermaßen viele schlimme Dinge zugetragen, dass dort einfach etwas zu holen sein muss. Jackson T. Winters scharrt nun ein Team um sich, um diesen speziellen Job zu erledigen. Ein zwielichtiges Medium, ein magisch interessierter Dieb, 2 Brüder die Geister filmen und ein Skeptiker – diese Gestalten sollen mit Anderson und Jackson einen Geist fangen.

Der Plan ist schnell gefasst. Tagsüber soll die Villa erkundet werden, um nachts den Geist zu fangen. Doch ein Plan funktioniert nur, wenn alle Eventualitäten bedacht wurden, und alle auf ein Ziel hinarbeiten – aber ist das hier der Fall?

Fazit

Das Konzept für „Ghosted“ ist natürlich nicht neu. Sofort fühlt man sich an Filme wie Ocean’s Eleven erinnert, wo ein smarter Planer sein Team um sich sammelt, um den ultimativen Plan durchzuführen. Der übernatürliche Touch und die skurrilen Figuren kennt man u.a. von John Constantine, so dass hier ein Gefühl von Ocean’s Eleven meets Hellsblazer aufkommt.

Der Autor Joshua Williamson (Dear Dracula, Captain Midnight) schafft es trotzdem, aus diesem Konzept etwas Eigenständiges zu machen; die Idee, aus einem Spukhaus einen Geist zu klauen, hat einfach etwas für sich. Dazu kommt noch eine feine Prise Humor, die bei all dem Übersinnlichen auch immer wieder Platz für breites Grinsen schafft.

Mit Goran Sudzuka (Y – the last Man, Wonder Woman etc.) wurde ein idealer Zeichner für die Serie gefunden. Sein realistischer Stil führt den Bruch zwischen rationaler Welt und dem Übernatürlichen perfekt vor Augen, und die bösartigen Bewohner des Spukhausens sind abwechslungsreich und finster. Dazu trägt auch die Kolorierung von Miroslav Mrva bei, der ein wahres Wechselbad von kalten und warmen Farben flächig aufbringt.

Neben den ersten 5 Ausgaben der Serien ist ein schöner Bonusteil mit Skizzen, Charakterentwürfen und einem langen Interview mit Goran Sudzuka enthalten.

Obwohl bereits Band 2 angekündigt ist (die US-Serie ist derzeit bei Nummer 11), ist die Geschichte abgeschlossen und vollständig. Jeder, der Spaß an Thrillern und Mystery hat, sollte hier auf jeden Fall einen Blick riskieren. Aber Vorsicht, wenn ihr danach das Licht ausmacht!

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