Rezensionen

Punisher 1 – Memento Mori

Punisher 1 (Panini Comics)

Punisher 1 (Panini Comics)

Im Central Park in New York wurde der Punisher geboren. Zwar hatte Frank Castle schon vorher eine Begabung für Waffen, aber als seine Familie von Gangstern getötet wurde, brannte die letzte Sicherung des Mannes durch.

Überall auf der Welt hat der Punisher seine blutige Mission fortgeführt, doch er kehrte stets nach New York zurück, denn in der Stadt war das organisierte Verbrechen stets groß. Doch nun hat er sich für eine andere Gegend entschieden, in der die Kriminellen ausgemerzt werden wollen. Frank zieht nach Kalifornien!

Seine letzte Aktion in New York war jedoch spektakulär. Als er ein Polizeirevier betritt, ist die Überraschung groß. Er will sich stellen, und um diesen Wunsch zu unterstreichen, hat er die Leiche eines Staatsanwalts gleich dabei, den er umgebracht hat. Frank will in den Knast, doch die hübsche Pflichtverteidigerin Lisa Santos tut alles, um ihren Klienten zu retten …

Aber zurück auf die andere Seite des Landes. Als erstes Ziel in Kalifornien hat sich der Punisher einen Drogenring ausgesucht. Durch seine freundliche, lebensbejahende Art fällt es dem Ex-Cop nicht schwer, Informationen über die Hintermänner heraus zu finden. Doch Frank sieht sich bald nicht nur dem Drogenring und einem angeheuerten Superschurken gegenüber, sondern auch einer ganz besonderen Spezialeinheit der Armee.

Fazit

Nun ist auch der Punisher in Marvel Now angekommen. Einen großen Unterschied merkt man jedoch nicht, da war der Schritt, die Figur aus Marvel Max wieder vermehrt in das reguläre Marvel-Universum zu integrieren, weitaus spürbarer.

Die erste Geschichte, in der sich Castle der Justiz stellt, wurde von Marc Guggenheim erdacht. Das sich der Punisher stellt, um in den Knast zu kommen, ist kein neues Konzept; auf Ryker’s Island wird man sich noch schmerzhaft an das daraus resultierende Blutbad erinnern. Doch Guggenheim wählt einen anderen Ansatz. Hier geht es um die Interaktion von Frank vor allem mit seiner Anwältin, dem Gericht und weiteren Figuren, die dazu stoßen. Der Punisher in einer Art Gerichtsshow – davon hätte ich gern noch mehr gesehen, speziell in Kombination mit der Anwältin.

Die Kalifornien-Episode hingegen ist ein klassischer Punisher in etwas anderer Umgebung.Frank und Drogenkriege gab es schon oft, nun also auch an der Westküste. Nathan Edmondson zeigt aber mit dem Auftritt eines Schurken, was Frank Castle von anderen Figuren im Marvel-Universum unterscheidet. Er ist ein normaler Mensch ohne Superkräfte, und hat folglich ganz andere Sorgen und Probleme auch mit Metas als die Rächer oder die X-Men. Verlassen kann er sich nur auf sein Können und seine Waffen – und das wird hier gut demonstriert.

Insgesamt bekommt man hier viel Punisher-Action (8 US-Ausgaben – 180Seiten) in einem Band zum günstigen Preis von 16,99€. Geboten wird eine klassische Storyline, was aber nichts Schlechtes ist. So will ich Frank Castle sehen, das ist mir deutlich lieber als Frankencastle oder die Episoden mit den Thunderbolts. Auch von dem jungen Kreativteam der Kalifornienepisode, Nathan Edmondson und Mitch Gerads, würde ich gern noch mehr lesen. Gespannt darf man sein, was mit den sorgfältig eingeführten Nebenfiguren passieren wird – diese haben es ja traditionell nicht leicht im Dunstkreis des Punishers.

Punisher 1 (Panini Comics) | Variantausgabe auf 222 Exemplare limitiert | 20,00€

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