Rezensionen

X-Men: Der letzte Mensch

X-Men: Der letzte Mensch (Panini Comics)

Es ging turbulent zu bei den X-Men in der letzten Zeit. Vorbei die Tage, in denen klar war, wer die Guten und die Bösen sind, in der aktuellen Welt unserer Mutanten gibt es viele Grautöne. Nach Avengers vs. X-Men teilten sich letztere in 2 Gruppen, die einen angeführt von Wolverine, die anderen von Cyclops. Um die Verwirrung komplett zu machen kamen die jugendlichen All New X-Men Angel, Beast, Cyclops, Iceman und Jean Grey durch eine Zeitreise in die Gegenwart, und waren nicht amüsiert darüber, was ihre zukünftigen Ichs so anstellen.

Auch „X-Men: Der letzte Mensch“ beginnt turbulent. Als die Mutanten um Wolverine in der Jean-Grey-Schule für höhere Bildung zum Himmel sehen, können sie ihren Augen kaum glauben. Ein Flugzeug stürzt auf sie herab, aber weit und breit ist kein Verursacher zu sehen. Mit vereinten Kräften gelingt es der Gruppe, das Flugzeug zu Boden zu bringen, doch niemand ist an Bord. Wieso fällt ein menschenleeres Flugzeug einfach so vom Himmel?

Recht schnell stellt man fest, daß nicht nur das Flugzeug ohne Menschen ist, sondern auch der Rest der Welt. Einzig die Mutanten sind noch da, und so fällt der Verdacht schnell auf die Gruppe um Cyclops, der in letzter Zeit mit radikalen Ideen und Taten auf sich aufmerksam gemacht hat. Dementsprechend unerfreulich fällt dann auch die erste Begegnung mit dem Team auf, in deren Reihen sich auch Magneto befindet, der ja immer schon gern die Überlegenheit des Homo Superior betont hat.

Doch der Verantwortliche ist jemand ganz anderes, so fremd und doch vertraut. Während auch da die erste Auseinandersetzung nicht auf sich warten läßt, erscheinen weitere Mutanten auf der Erde, von denen noch niemand je etwas gehört hat. Es handelt sich um Flüchtlinge aus anderen Dimensionen, die auf der Erde Asyl suchen, denn hier werden sie nicht von Menschen verfolgt. Apropos Menschen: plötzlich taucht doch noch ein Homo Sapiens auf. Doch wer ist der Fremde, und was hat er mit dem ganzen Fiasko zu tun?

Fazit

Das Kreativteam Mike Carey und Salvador Larocca hat mit „Der letzte Mensch“ bzw. „No more humans“ eine für sich selbst stehende Geschichte erschaffen, für die man aber zumindest Kenntnis von den Erlebnissen der X-Men nach Marvel Now haben sollte, um das ganze genießen zu können, denn wer gerade mit wem im Team ist und wer nicht, macht viel von der Story aus.
Der gewählte Ansatz einer Welt ohne Menschen, also das Gegenteil von Scarlet Witchs Zauber „No more mutants“ bietet eine interessante Perspektive. Was, wenn niemand mehr da ist, der einen wegen seiner Andersartigkeit angreifen kann? Herrscht dann Frieden?

Gänzlich schlüssig ist das ganze jedoch nicht. Wer kooperiert mit wem, gab es da nicht diesen oder jenen Streit, hatten die damals nicht…?

Wenn man zumindest begreift, daß sich Jahrzehnte der Kontinuität nicht immer abbilden lassen (es sei den man drückt wie bei DC öfters mal den Resetknopf), kann eine Menge Spaß mit der Geschichte haben. Jede Menge Action, lustige Dialoge und der ein oder andere WTF-Moment runden diese Graphic Novel ab, die von Panini als Hardcover präsentiert wird.
Hier gibt es den offiziellen Trailer zur Story von Marvel Comics:

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