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Dead Boy Detectives 1 – Die Ängste von Schuljungen

Dead Boy Detectives 1 – Die Ängste von Schuljungen | Panini-Comics | 140 Seiten – SC | 16,99€

Mit dem Beginn des New 52 wurde das Universum des DC Imprints Vertigo etwas kleiner. Diverse Figuren, u.a. auch Höhepunkte wie Hellblazer und Swamp Thing, wurden in die frisch gestartete neue Kontinuität integriert, was zur Folge hatte, daß sie wieder intensiver mit den DC-Figuren interagieren konnten, wodurch Serien wie Justice League Dark möglich wurden. Gefühlt gab es danach weniger neue Serien unter dem Label Vertigo.

Mit Dead Boy Detectives erscheint nun eine neue lupenreine Vertigo-Serie. Die beiden toten Detektive tauchten erstmals 1991 in Sandman 25 auf, geschaffen von niemand anderen als Sandman-Schöpfer Neil Gaiman und Matt Wagner. Es handelt sich dabei um die Schüler Charles Rowland und Edwin Paine, die beide eines tragischen Todes an der gleichen Schule starben – nur eben in verschiedenen Jahrzehnten. Neben Sandman traten die beiden auch im Vertigo Crossover „Kinderkreuzzug“ und in „Die Bücher der Magie“ auf, u.a. auch zusammen mit John Constantine (Hellblazer). Nach einigen weiteren Auftritten erscheint nun seit Februar 2014 eine eigene Ongoing-Serie von Toby Litt and Mark Buckingham, die nun bei Panini Comics in deutscher Sprache veröffentlicht wird.

In dem Band enthalten sind die ersten 6 US-Hefte sowie der Oneshot „Die Lumpenschule“ enthalten. In der Lumpenschule herrscht ein herber Umgangston. Die Geister von vielen Kindern werden vom bösartigen Geist eines Lehrers gequält, und das gern mal über Jahrzehnte. Im Rahmen von Ermittlungen werden auch Charles und Edwin von dem untoten Pädagogen gefangen, und müssen ebenfalls in der Geisterklasse pauken. Doch echte Detektive lassen sich das nicht lange bieten.

In „Die Ängste von Schuljungen“ (US-Hefte 1-4) verschlägt es die Dead Boy Detectives zurück in ihre alte Schule. Dort scheint die Zeit stehen geblieben, denn der alte Direktor ist noch aktiv, und auch die Rüpel, die an der Entstehung des ungewöhnlichen Detektiv-Duos nicht unbeteiligt waren, sind hier unterwegs. Von all dem hat die dreizehnjährige Crystal keine Ahnung. Die Tochter eines reichen Künstlerehepaares mit Liebe zu Onlinespielen und Detektiv-Mangas besucht diese seltsame Schule, muß aber bald erkennen, daß hier einiges nicht stimmt. Nun geht es für sie um das nackte Überleben …

Bei „Alles steht Kopf“ (US-Hefte 5-6) müssen Charles und Edwin einen weiteren übernatürlichen Fall übernehmen. Ein Mädchen steckt schon seit vielen Jahren in einem afrikanischen Spiegel fest – können die Detektive sie retten?

Fazit

Es tut gut, wieder eine reine Vertigo-Serie zu sehen. Der Buchautor Toby Litt and Fables-Zeichner Mark Buckingham haben den Tonfall von Neil Gaimans Figuren gut getroffen, und setzen die Mischung aus Geister-, Detektiv- und Internatsserie mit Gaimans Segen fort. Neue Figuren wie Crystal werden gut und spannend in die Welt eingeführt, und es ist die Mission des Kreativteams, offene Fragen aus den vergangenen Auftritten des Teams zu beantworten was auch stimmig gelingt.

Dabei machen die unterschiedlichen Charaktere von Charles und Edwin und die vielen Möglichkeiten von Geistern bei den Ermittlungen eine Menge Spaß. Viel zur Atmosphäre tragen auch die Zeichnungen von Buckingham bei, der ja ein alter Hase bei Vertigo ist. Begegnungen mit anderen Vertigo-Figuren halten sich in Grenzen, lediglich auf Death von den Ewigen wird sinnvoll Bezug genommen.

Unter dem Strich ist Dead Boy Detectives eine lesenswerte neue Serie für Fans des Gaiman-Universums und solche, die es werden wollen.

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