Rezensionen

The Usagi Yojimbo Saga Book 1

„The Usagi Yojimbo Saga Book 1“ | Dark Horse | 632 Seiten | SC / HC / Digital


Seit einigen Jahren will ich mir immer wieder eine Ausgabe von Usagi Yojimbo kaufen, um mal in die Serie reinzuschnuppern. Doch bislang scheiterte es immer wieder am Preis der Trades für eine Serie, von der ich wenig wusste, zumal ich mit anthropomorphen Figuren wie z.B. den Turtles meist nicht so viel abgewinnen kann. Andererseits gab es z.B. mit Blacksad auch Comics, die mir gut gefallen haben.

In The Usagi Yojimbo Saga gibt es nun viel Material zum kleinen Preis. Zur Feier des 30. Geburtstages der Figur sind Usagi Yojimbo Vol. 2 #1–#16 und Vol. 3 #1–#6 in dem 632 Seiten dicken Band enthalten, inklusive der Cover in Farbe, verschiedenen Vorworten, Erklärungen von Stan Sakai und einer kurzen Biographie. Inhaltlich gleich ist der Band also mit den Trades 8-10.

Usagi Yojimbo ist ein herrenloser Samurai, also ein Ronin, der durch das feudale Japan des 16. Jahrhundert wandert, und allerlei Abenteuer und Kämpfe zu bestehen hat. Die Hauptfigur ist ein Hase, und es wimmelt von anderen Tieren wie Bären, Katzen, Schweinen und Fledermäusen, die ebenfalls alle menschlich dargestellt sind. Natürlich müssen viele Unschuldige befreit, Jungfrauen gerettet und Bösewichte getötet werden.


Fazit

Die Zeichnungen von Stan Sakai reißen mich nicht vom Hocker, sind für meinen Geschmack teilweise etwas zu einfach gehalten. Gerade aber an der Hauptfigur sieht man was Sakai drauf hat, wenn er sich etwas mehr Zeit lassen würde. Die Stärken der Serie sind jedoch die gradlinige, spannende Erzählweise und die authentische Atmosphäre. Die geschichtlichen Hintergründe und die Gesellschaftsordnung sind gut dargestellt, und so kann man nebenbei einiges Lernen, auch in Kombination mit dem Anhang, in denen Sakai die Inspirationen für die einzelnen Geschichten erläutert. Hat mich sehr an Lone Wolf & Cub erinnert, von denen ebenfalls bei Dark Horse im letzten Jahr dicke Sammelbände erschienen sind.

Die Darstellung von Gewalt bzw. deren Resultate hält sich dabei in Grenzen, oftmals sieht man nur der Schlag des Schwertes, und im nächsten Bild den zusammengesunkenen Gegner – ohne Blut. Umso stärker wirkt es, wenn doch mal mehr zu sehen ist.

Für Turtles-Fans gibt es einen Gastauftritt der Schildkröten, die in diese Umgebung sehr gut passen.

Ich habe mich für die Softcoverversion entschieden, die allerdings Schwächen bei der Verarbeitung hat. Das verwendete Papier ist recht dick, war allerdings an einer Stelle fies geknickt, und der Rand des Einbandes war leider rissig beschnitten. Ich weiß allerdings nicht, ob das generell der Fall ist oder nur bei meinem Exemplar. Wer viel Wert auf die Optik legt, sollte demnach besser zum signierten Hardcover greifen.

Insgesamt ist The Usagi Yojimbo Saga ein guter Einstiegspunkt, und ich werde mir die nächsten Bände, die bereits jetzt schon für 2015 geplant sind, ebenfalls gönnen.

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