Rezensionen

The Manhattan Projects (Image Comics)

Einstein, Oppenheimer, von Braun und … Laika? The Manhattan Projects (Image Comics)

Das Manhattan Project und seine schrecklichen Folgen sind hinreichend bekannt. Hier wurde die erste Atombombe der Welt produziert, mit der eine ganze Stadt ausradiert wurde. Die Folgen sind heute noch spürbar.

Was aber, wenn die Erfindung der ersten Atombombe nur die Spitze des Eisbergs ist? Wenn die besten Wissenschaftler der Erde in Wirklichkeit an viel, viel mehr arbeiten würden? Und was würde passieren, wenn dann alles zum Teufel geht?

Jonathan Hickman hat in seinem Team von Wissenschaftlern Legenden wie Einstein und Oppenheimer, aber auch ehemalige Nazi-Wissenschaftler wie Wernher von Braun versammelt, die nach den Sternen greifen, aber noch viel, viel weiter. Angeführt von General Leslie Groves vereinigen sich aber bald auch tote Präsidenten, Aliens und russische Nationalhelden, die für die Wissenschaft kämpfen, und das mit allen Mitteln. Verabschiedet euch von der Vorstellung, die ihr von den Figuren hattet. Einstein seziert gern mal Aliens (mit einer Kettensäge mit E=mc² als Aufdruck), und Wernher von Braun hat eine Robotprothese als Arm. Im Geist von Oppenheimer tobt gar der Bürgerkrieg gegen sich selbst.

Fazit

Was hier recht abstrakt rüberkommt, ist ein abgefahrener Spaß und für mich die beste Serie von Jonathan Hickman, weit vor FF und Infinity. Hier kann er frei schalten und walten, und muß auf nichts und niemand Rücksicht nehmen, denn es ist seine kranke Welt, die er hier abfeiert. Die fantasievolle Welt wird intelligent ergänzt mit den realen Ereignissen, die die jeweilige Figur betreffen, und so wird man bei der Recherche über die etwas weniger bekannten Wissenschaftler einiges in deren Lebenslauf auf Wikipedia finden, was zur Figur paßt, wie die Faust aufs Auge. Oder der Skalpell ins Auge.

Ausgezeichnete Arbeit hat auch Nick Pitarra geleistet, der trotz seines cartoonigen Stils sehr nah am realen Aussehen der historischen Figuren geblieben ist, und geniale Ideen zu Papier gebracht hat, speziell was Labore und Aliens angeht. Und unendliche Oppenheimer.

Hier ist Wissenschaft nicht der neue Rock’n’Roll, sondern der neue Grindcore! Ein Massaker zum Wohle der Wissenschaft!

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