Rezensionen

„Kalimbo Band 1: Mata-Mata“ (dani books)

"Kalimbo Band 1: Mata-Mata" (dani books) | € 14,99

„Kalimbo Band 1: Mata-Mata“ (dani books) | Hardcover, 22 x 29 cm, 56 Seiten | € 14,99

Der „Grumpy Old Man“ der Savanne, Kalimbo, hat sein Leben gelebt. Also beschließt er, es seinen Ahnen gleich zu tun und sich auf dem Elefantenfriedhof zur ewigen Ruhe zu betten. Doch dann begegnet ihm das Zebra-Fohlen Mata-Mata, welches von seiner Herde getrennt wurde. Gemeinsam mit seinem alten Freund Makoussa, einem ebenfalls weit gealterten Löwen, begibt sich Kalimbo zunächst sehr widerwillig auf die Suche nach der Herde des kleinen Mata-Mata. Dabei muss das Grüppchen den Gefahren der Savanne trotzen, aber Kalimbo kann auch auf die Unterstützung weiterer Bewohner der Savanne bauen.

Zugegeben, die Rezeption des ersten Bandes von „Kalimbo“ erscheint nicht wirklich innovativ. Das Prinzip der unfreiwilligen Schutzpatronen kenne ich aus einigen erfolgreichen Animationsfilmen, z. Bsp. „Monster AG“, „Ice Age“ oder gar „König der Löwen“. Letzterer hat bei dem vorliegenden Band ganz offensichtlich als Inspiration gedient, denn genau wie der Disney-Klassiker, ist dieses Abenteuer in der afrikanischen Savanne angesiedelt. Die Illustrationen von Besson gehen vom Stil her auch sehr in die Richtung, die ich aus Disney-Filmen kenne. Crisse, der hier getextet hat, nimmt etwa mit der Szene um die Stampede, ebenfalls deutlichen Bezug auf den Disney-Klassiker.

Dennoch bietet der Band eine frische und eigene Herangehensweise, denn er dient dazu, die Haupt-Charaktere kennen zu lernen. In dem Band kann man wunderbar beobachten, wie das Team-Spiel aus Kalimbo und Makoussa funktioniert, welche ihrerseits stellenweise etwas wie Walldorf und Stettler wirken. Zudem kann in Erfahrung gebracht werden, welchen Stellenwert Kalimbo in der Savanne genießt – und der ist nicht ausschließlich positiv.

Kurzum: Crisse und Besson liefern hier eine solide und handwerklich gute Geschichte. Die Zeichnungen Besson‘ s sind eine Augenweide, bei denen ich mir hier und da lediglich etwas mehr Texturen gewünscht hätte, damit sie etwas weniger digital wirken. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt an der optischen Umsetzung. Das edle Hardcover-Album von „dani books“ kommt mit Bonusseiten, welche einen Blick auf Skizzen und Charakter-Designs gewähren. Alles in allem hat mir der Band, welcher eine in sich abgeschlossene Handlung bietet, kurzweilige und dennoch sehr gute Unterhaltung geboten. Ich freue mich bereits auf Band 2.

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3 replies »

  1. Na, „digital“ sind aber nur die Farben. 😉 Die Zeichnungen selbst sind echte Tuschzeichnungen, keine Grafiktablett-Illus (wobei man da heutzutage beim Lineart allerdings eh keine Unterschiede mehr sieht). 8)

  2. Danke für den Hinweis. 🙂 Ja, das war tatsächlich auch auf die Kolorierung bezogen, dass die Illustrationen selbst traditionell gezeichnet sind, kann man ja ganz gut am Bonus-Teil erkennen. 🙂

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