Rezensionen

Silver Surfer 1 – Ein Brett für Zwei (Panini Comics)

Silver Surfer 1 – Ein Brett für Zwei (Panini Comics) | 124 Seiten – Softcover | 16,99 €

Der Silver Surfer ist einer jener klassischen Charaktere, die noch von Jack „King“ Kirby und Stan „The Man“ Lee persönlich geschaffen wurden. Seit der Charakter in Fantastic Four 48 (1966) in der Galactus-Trilogie das erste Mal mit seinem Surfbrett durch die Tiefen des Alls flog, haben sich viele Künstler an der Figur ausgetobt, u.a. John Byrne, Moebius und John Buscema.

Die neueste Serie wird von Dan Slott (Spider-Man, Rächer) geschrieben, und von Michael „Mike“ Allred (X-Force, X-Statix, Madman) gezeichnet.

In seinem neuen Abenteuer verschlägt es den Surfer nach Impericon, das größte Reiseziel in der Galaxis, ein ganzer Planet nur für Spaß und Unterhaltung der Touristen, die aus dem gesamten All anreisen. Der Surfer soll Impericon retten, das von der Never Queen bedroht wird, doch wenn der Auftraggeber schon „Zweifelnder Zed“ heißt (nein, nicht der mit der Chopper, der ist tot, Baby), dann ist etwas im Busch. Zed setzt eine Maschine ein, den sogenannten „Motivator“. Dieses perfide Instrument entführt kurzerhand einen Menschen, mit dem ein potentieller Held verbunden ist, um so seine „Motivation“ zu steigern. Doch wer kann das im Falle des Surfers sein? Shalla Bal? Alicia Masters? Sein alter Herr Galactus?

Die Verwunderung des Surfers ist groß, denn es handelt sich um eine ihm unbekannte Frau von der Erde mit Namen Dawn. Doch was verbindet sie mit dem Surfer? Eine Menge, wie man noch erfahren wird, doch nun tritt der Surfer erstmal gegen die Never Queen an …


Fazit

Michael Allred ist neben seinen Arbeiten für Marvel besonders für seine Eigenkreation Madmen bekannt. Jene Serie besticht durch die abgefahrene Handlung, und die knallbunten Zeichnungen. Exakt diese Elemente finden sich auch hier wieder, und wo ginge das besser als in den unendlichen Weiten des Weltraums? Im Marveluniversum, wo es gerade in den letzten Jahren gern mal heftig und düster zur Sache geht, ist der Weltraum der Platz für skurrile und wunderliche Kreaturen. Schwer wird Allred die Zeichnung der Figur nicht gefallen sein, sieht der Surfer doch aus wie Madmen ohne Haare.

Ein weiteres, bei Allred gern verwendetes Stilmittel ist die „junge Dame“, die mit dem Protagonisten durch die Lande zieht. Bei Madman ist das seine Freundin Josephine/Joe, und als Weggefährtin für den Surfer steht nun Dawn zur Verfügung. Selbstbewusst, smart und verträumt ergänzt sie den einstigen Herold des Galactus sehr gut, und läßt keine seiner bisweilen übertriebenen Selbstmitleidsphasen aufkommen. Sie bringt ihn sogar dazu, seine silberne Haut, und damit seine kosmische Macht abzulegen, um irdische Freunden wie z.B. Essen zu genießen.

Dan Slott verknüpft die Handlung mit vielen weiteren Marvelfiguren wie z.B. Rocket Racoon, Doctor Strange oder dem Hulk. Klar, dass es auch dabei auch sehr phantasievoll zur Sache geht, und Allred scheinen die Ideen für wundersame Wesen nicht auszugehen, egal ob es im All oder in einer anderen Dimension ist. Man merkt deutlich, wie er seine Ideen mit eingebracht hat.

Die neue Serie des Silver Surfers wird die Leser in zwei Lager spalten: diejenigen, die mit Mike Allreds typischen Elementen etwas anfangen können, und die, die dem nichts abgewinnen können.

Mir jedenfalls macht der Surfer seit langer Zeit endlich wieder Spaß, und man fühlt sich in die ungestümen 60er zurückversetzt, in denen der Humor nie zu kurz kam. Ad astra!

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