Rezensionen

Sandman Ouvertüre (Panini Comics)

Sandman Ouvertüre (Panini Comics) | 124 Seiten, Softcover, 16,99 €

Es gibt Comics, auf die man sich mehr freut als auf andere. Eben, weil genau der richtige Mann an der richtigen Stelle ist, um die Sache rund zu machen. Und hier heißt der Mann Neil Gaiman. In seiner Karriere als Autor hat er viele Perlen geschrieben (z.B. Stardust, American Gods oder Coraline), aber DIE Serie mit der man ihn assoziiert ist Sandman. Vor 25 Jahren schuf Gaiman ein wunderbares Universum, mehr oder weniger im DC-Universum verankert, und gestaltete seinen persönlichen Götterszenario mit den 7 Ewigen Sandman (Dream), Destiny, Death, Desire, Despair, Delirium (die ehemalige Delight), und natürlich Destruction. Zu der abgeschlossenen Serie kamen diverse Spin-Offs, die die Figuren aus Sandman näher betrachteten, wie z.B. die populäre Death oder die Hexe Thessaly, an denen sich unterschiedliche Kreativteams austobten.

Doch nun ist Gaiman zurück bei Sandman, und wer anderes sollte das Prequel zu Sandman schreiben als Gaiman selber? Ihm zur Seite wurde als Zeichner J.H. Williams III gestellt, der u.a. mit Alan Moore „Promethea“ gemacht hat.

Sandman, den Herrn der Träume, gibt es natürlich nicht nur auf der Erde. Bei allen denkenden und träumenden Wesen existiert Dream, aber eben für jeden anders. Und in einem entfernten Universum, wo intelligente Pflanzen existieren, passiert das Unmögliche. Dream, Lord Gestalter persönlich, stirbt …

Und so kommt es zu einem Treffen aller Dreams der Existenzebene, die gleichzeitig unterschiedliche Aspekte seiner Selbst, und am Ende doch eine Person sind. Um herauszufinden, warum ein Aspekt Dreams starb, begibt sich Sandman auf eine Reise, die die Grenzen der Realität und des Traumlandes sprengen wird.

Fazit

Da ist es wieder, das alte Sandman-Gefühl, wenn Du umblätterst, und alles, wirklich alles passieren kann. Gaiman schafft es, in einer Doppelseite mehr Ideen zu zeigen als viele in einem gesamten Buch, und überläßt gleichsam dem Leser genug Raum, um sich seine ganz eigenen Gedanken zur Geschichte zu machen.

Bombastisch sind die Zeichnungen von J.H. Williams III gelungen. Fantastisch was er da abliefert, um Gaimans Zauberwelt zu visualisieren. Schon die unterschiedlichen Aspekte Dreams, die auf 2 ausklappbaren Doppelseiten festgehalten sind, fesseln den Leser an die Zeichnungen, und immer wieder gibt es Neues zu entdecken.

Großen Spaß macht auch das Wiedersehen mit bekannten Figuren wie z.B. Merv Pumpkinhead, dem Korinther (den ich immer noch als eine der gruseligsten Comicfiguren überhaupt empfinde) oder natürlich den anderen Ewigen. Kurzum: alles was man wünscht, und noch eine Menge mehr. So sind in dem Band neben den ersten 3 US-Ausgaben und natürlich allen Covern Interviews mit Neil Gaiman, J.H. Williams III und Kolorist Dave Stewart enthalten. Außerdem eine Playlist mit Musik, die J.H. Williams III beim Zeichnen gehört hat, und vielen Erläuterungen zum Thema Kolorieren und Redaktionsarbeit. Dieser Bonusteil wird in dem geplanten Sammelband der alle 6 US-Ausgaben enthalten wird, nicht dabei sein. Wer also alles Bonusmaterial haben möchte, sollte sich also Sandman Ouvertüre 1 und 2 kaufen, wem der Comicteil reicht, wird der geplante Sammelband gefallen.


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