Rezensionen

Highway to Hell 1: Kopflos in die Hölle (Panini Comics)

Highway to Hell 1: Kopflos in die Hölle | Panini Comics | 148 Seiten – Softcover | 18,99 €

Bei „Highway to Hell“ handelt es sich nicht um den Comic zu den gleichnamigen Song von AC/DC, sondern eine lupenreine Panini-Eigenproduktion aus Italien in Zusammenarbeit mit Italien Job Studio. Adaptiert wurde die Geschichte „Il Tramontatore“ von Davide Dileo von Comicautor Victor Gischler (Angel & Faith), Francesco Mattina (Jokers Asylum) und Riccardo Burchielli (DMZ, Northlanders).

Das Cover macht klar, was hier zu erwarten ist. Ein hünenhafter Mann in Rüstung, bewaffnet mit einem angespitzten, großen Schraubenschlüssel, streift über eine nächtliche Straße. Und genau diesen Mann hat das FBI im Visier, denn auf der Route 5 ist es seit geraumer Zeit nicht mehr sicher, denn der Unbekannte mordet einzelne Menschen oder gern auch Gruppen. Dabei wird besonders gern der Kopf vom Rumpf getrennt.

Zur Ermittlungen werden die beiden Special-Agents Brew und Mirchandi in die Provinz geschickt. Die Männerfreundschaft zwischen den beiden ist sehr herb. Bei den Sprüchen die hier gedrückt werden, bleibt kein Auge trocken, aber in einem sind sie sich einig: von anderen lassen sie sich nicht anblöffen, und so geht es auch gern mal handfest zu, z.B. wenn der örtliche Sheriff skeptisch den Fremden gegenüber ist, die in seinem Ort ermitteln wollen. Doch die Bereitschaft, den Fall abzugeben, steigt, je mehr kopflose Leichen in dem eigenen Bereich gefunden werden …

Fazit

Das ganze hört sich nach Standardkost an, aber keine Sorge, die Geschichte hat einige Überraschungen zu bieten, auf die ich verständlicherweise hier nicht näher eingehen möchte.

Man kann aber sagen, daß „Highway to Hell“ nichts für Zartbesaitete ist, denn hier wurde viel wert auf’s Detail gelegt – und dazu gehören auf der Route 5 eben Leichenteile en masse, die in die Kleinstadt in der Mitte vom Nichts zwischen Trailerparks, Hinterhöfen und einem Schrottplatz drapiert  werden. Dabei geht es nicht nur um den Schädel an sich, sondern dessen Anordnung im Raumkonzept – eine massenmörderische Disziplin der höchsten Kunst. Hier steht „Highway to Hell“ diversen Serien von z.B. von Avatar in nichts nach – sieht aber wesentlich besser aus.

Die Geschichte der Gegenwart wird dabei von Riccardo Burchielli in Szene gesetzt, während die Rückblicke von Francesco Mattina dargestellt wurden. Daß die beiden es drauf haben ist hinlänglich bekannt, hier wirkt aber die Andersartigkeit der verschiedenen Zeitebenen sehr stimmig.

Rasant geht es durch die Handlung, und wird dabei niemals langweilig. Hier wurde nicht 08/15-Material produziert, sondern Qualitätshorror, der Lust auf mehr macht. Auch international kam die Geschichte gut an, Dark Horse hat die Geschichte im englischen Sprachraum unter dem Namen „Hellbound“ veröffentlicht.

Sehr schön auch der Bonusteil mit Charakterskizzen und weiteren Zeichnungen von Francesco Mattina, die zeigen, daß in dieser an sich abgeschlossenen Horrorstory noch Potential für mehr als einen Band steckt.

Neben der regulären Version des Bandes erschien zum Comicfestival München eine limitierte Sonderausgabe mit einem Truckercap zum Preis von 25 € in einer Auflage von 99 Stück (Einzelband: 18,99€).

Highway to Hell 1: Kopflos in die Hölle (limit. Sonderausgabe mit Cap) | Panini Comics | 148 Seiten – Limitierte Sonderausgabe mit Cap | 25,00 €

Kategorien:Rezensionen

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