Rezensionen

Moon Knight 2 – Blackout (Panini Comics)

Moon Knight 2 – Blackout | Panini Comics | 132 Seiten – Softcover | 16,99 €

Das Konzept von „MARVEL NOW!“ war es, trotz einer jahrzehntelangen Kontinuität in den Erzählungen der Figuren gute Einstiegspunkte für neue Leser zu gewinnen, denn viele, die die Marvelcharaktere nur aus den diversen Blockbustern kannten, waren durch komplizierte Erzählungen und Zusammenhänge abgeschreckt. Und so stellte „MARVEL NOW!“ den perfekten Einstieg für Neuleser dar.

Bereits in „Moon Knight 1 – Aus dem Reich der Toten“ setzten Warren Ellis und Declan Shalvey den guten Moon Knight in ein interessantes, neues Umfeld, wo er z. B. als Mr. Knight, der als eine Art Detektiv mit der Polizei zusammen arbeitet, oder auch in einer Knochenrüstung gegen übersinnliche Wesen kämpft.

Das neue Kreativteam Brian Wood und Greg Smallwood setzt die Geschichte in dem neuen Umfeld fort. Anders als bei ihren Vorgängern gibt es nun aber Erzählstränge, die über mehrere Hefte andauern. Dabei ist Terror das Leitmotiv, in einer Stadt wie New York ja ohnehin ein sensibles Thema.

So bekommt es Moon Knight mit einem Söldner zu tun, der den Regierungschef eines neu zur Demokratie gekommen afrikanischen Staates eliminieren will. Dabei kommt allerlei technisches Equipment zum Einsatz, aber auch Moon Knight ist nicht hilflos.

Außerdem muss Spector eine Geiselnahme abwenden, die sich in dem symbolischsten Gebäude der Stadt ereignet: im neu errichteten Freedom Tower, der an der Stelle der Twin Towers errichtet wurde, die am 11.9.2001 einem barbarischen Terrorakt zum Opfer fielen. Doch sein wahrer Gegner lauert noch im Dunkel und wartet auf dem richtigen Moment, Spectors Leben als Moon Knight für immer zu beenden …

Fazit

Nach dem episodenhaften ersten Band der Reihe setzt Brian Wood konsequent bei den vorhandenen Elementen der Geschichte ein, und zieht sein eigenes Ding durch, ohne den von Ellis begonnenen roten Faden zu verlieren. So gibt es ein Wiedersehen mit der Psychologin Spectors, die ihre eigenen Pläne verfolgt, und auch auf die technischen Gadgets der Faust Konshus wird Bezug genommen.

Wood wendet sich hier auch der Frage zu, was Moon Knight überhaupt ausmacht bzw. warum Spector der richtige Mann ist, um in Konshus Namen zu kämpfen. Könnte auch jemand anderes den weißen Umhang tragen?

Ein Thema zieht sich seit Jahren durch Brian Woods Wirken: Politik und ihre negativen Auswirkungen. Wie kein anderes Thema hat dies z.B. seine grandiose Serie DMZ geprägt, und auch hier legt er den Finger in die Wunde. Ist der Feind meines Feindes mein Freund, oder der schlimmere Feind? Können die Sünden der Vergangenheit getilgt werden, wenn sie mein Leben in der Gegenwart vereinfachen? Und was ist das Leben eines Menschen wert, wenn es um Öl, Edelsteine und andere Rohstoffe eines Landes geht?

Trotz wechselndem Zeichner ist die optische Ausrichtung der Serie ähnlich geblieben. Natürlich sehen Greg Smallwoods Zeichnungen nicht genau aus wie die Shalveys, aber durch die ähnliche Koloration und die neuen Kostümvariationen Mr. Knight/Knochenrüstung bleibt die Serie optisch konstant.

Insgesamt ein runder Band, der nicht ganz an die überragenden ersten Band von Ellis heranreicht, aber trotzdem noch überdurchschnittlich gut zu unterhalten weiß.

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