Rezensionen

Fantastic Four 1 – Der lange Abschied (Panini Comics)

Fantastic Four 1 – Der lange Abschied | Panini Comics | 188 Seiten – Softcover | 16,99 €

Die Fantastischen Vier sind in den letzten Jahren in Deutschland in unterschiedlichen Reihen und Formaten erschienen, zuletzt als „Fantastic Four Sonderband“.

Mit dem Konzept „Marvel Now“, welches Neulesern einen guten, unbelasteten Einstiegspunkt bieten sollte, wurde natürlich auch „Marvel’s first familily“ mit einer neuen Nummer 1 versehen. Die ersten 8 Ausgaben sind nun in „Der lange Abschied“ gesammelt erschienen.

Der Leser wird sanft in den aktuellen Status der Fantastischen Vier herangeführt. Die Familie ist wieder komplett, Sue, Reed, Ben und der von den Toten auferstandene Johnny haben wieder zueinander gefunden. Auch die von Hickman erdachte Future Foundation mit Sue und Reeds Sohn Franklin, Dragon Man und diversen hochbegabten Kindern, z.B. aus Atlantis oder von den Moloiden sind bis auf eine Ausnahme zusammen: Valeria Richards zieht es vor, Victor von Doom auf seinem Weg zum guten Menschen zur Seite zu stehen.

Es stehen nun die üblichen Kämpfe in Manhattan an, z.B. gegen Fing Fang Foom, der sich in den beliebten lila Shorts seinen Weg durch die Stadt schlägt. Kein Problem für das eingespielte Team, doch plötzlich öffnet sich ein Tor zum Taschenuniversum von Franklin Richards im Baxter Building, und eine Horde von unheimlichen fliegenden Monstern fällt über die New Yorker her.

Klar, dass man da mit roher Kraft nicht weiter kommt, und so liegt es wieder an Reed Richards, dem vermutlich schlausten Mann der Welt, ein Gegenmittel gegen die Übermacht zu finden. Nach einem Laborbesuch ist das richtige Rezept gefunden, und nun richtet es an Johnny Storm, die Mittel in den Himmel zu tragen. Dabei werden alle Angreifer bewegungsunfähig, doch eine Nebenwirkung hatte Mr. Fantastic nicht vorhergesehen: Johnny Storm ist plötzlich ohne Kräfte …

Fazit

Passend zum baldigen Start des neuen Fantastic Four Kinofilms geht nun also auch eine neue Comicreihe an den Start. Ich hoffe, dass wie bei den Avengers und den X-Men dadurch viele neue Fans generiert werden, die FV haben es wirklich verdient.

Autor James Robinson (Batman, Starman) hat viel Wert auf die leichte Einstiegsmöglichkeit gelegt. Nebenbei bringt er dem potentiellen Neuleser viele Fakten aus der langen Geschichte der Serie näher, z.B. über die Beziehung von Ben und Johnny zu Alicia Masters. Die Geschichtenelemente sind nicht neu, gerade das Thema Verlust der Superkräfte, Zerfall von Teams, Mordverdacht oder gerichtliche Prozesse sind in der Vita vieler Superhelden zu finden. Hier wurde es aber sehr gut vernetzt, um eine spannende Geschichte zu erzählen. Genau das richtige für den Neueinstieg, da wären viele mit Hickmans abgefahrenen Visionen überfordert gewesen.

Mir hat „Das lange Ende“ viel Spaß gemacht, und ich bin gespannt, wie die einzelnen roten Fäden noch zusammengeführt werden. Gut auch, daß neuere Elemente wie die Future Foundation und die Ersatz-FV beibehalten wurden, da hatte ich die Sorge, dass die unter die Räder kommen.

Die Zeichnungen von Leonard Kirk (Supergirl, Agents of Atlas) sind solide, gerade sein Thing gefällt mir sehr gut, da er an klassische Zeichnungen von Kirby und Co anknüpft. Apropos klassisch: die Rückblicke werden im Retrolook präsentiert.

Ebenfalls gut ist der Preis. Für 16,99€ bekommt man hier 8 US-Hefte statt den sonst üblichen 6.

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