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Mike berichtet vom Fête de la BD in Brüssel

Mike „Der Flattermann“ van Severen war auf dem Fête de la BD. Bereits zum zweiten Mal teilt er hier seine Erlebnisse mit uns. Vielen Dank an Mike für seinen Messe-Bericht.

Mike‘ s Websites:


Eigentlich war es ein Männer Urlaub: ein paar Kumpels und ich picken uns immer einmal im Jahr eine Stadt raus, in der wir unserem Bier Konsum feiern. Dieses Jahr war es Brüssel. Der Hauptgrund war das Bierfest dort. Zufällig war auch das Fête de la BD. Dort mußte ich natürlich hin.

Die Tintin-Rakete im Comic Strip Center

Die Tintin-Rakete im Belgischen Comic-Zentrum

Zunächst empfehle ich jedem Comic Fan, sich einmal Brüssel anzusehen. Die Stadt liebt Comics! An jeder Ecke sieht man diese Leidenschaft. Am Flughafen wird groß auf Tim & Struppi verwiesen. „The Home of Tintin“! Die Rakete aus dem Comic ist überall. Ich glaube man kann keine 200 Meter gehen, ohne auf einen Comic Shop zu treffen. Ich selbst bin hauptsächlich Superheldenfan. Außer den Klassikern, die man als Kind gelesen hat, habe ich nur ein paar Ausnahmen gelesen, aktuell „Barracuda“, was mir ausgesprochen gut gefällt. Die bemalten Comicwände in der Stadt sind natürlich fantastisch. Selbst ein Deutscher hat es auf eine Wand geschafft: Ralf König.

Ralf König' s Wand

Ralf König‘ s Wand

Eine Bahn fährt die besucher zum Festival-Gelände

Eine Bahn fährt die besucher zum Festival-Gelände

Das Festival selbst kann man am besten mit Erlangen vergleichen, nur viel größer. Was dort alles angeboten wird ist unglaublich. Es ist alles KOSTENLOS! Kein Eintritt! Selbst eigens für das Fest gibt es eine Bimmelbahn, die alle besonderen Comic-Attraktionen in der Stadt anfährt, natürlich auch kostenlos.

Benjamin von Eckartsberg und Thomas von Kummant präsentierten auf dem Festival ihr Comic „Gung Ho“

Das Festival ist im Warandepark gelegen, der vor dem königlichen Palast liegt. Dort sind Pavillons aufgebaut, und überall stehen große Figuren der Comichelden. Da ich selbst so gut wie keinen der anwesenden Künstler kannte, war meine Sketch- und Autogrammjäger-Mentalität auf Eis gelegt, und ich bin einfach rumgebummelt. Die Sketche der Künstler laufen dort bei den Stars der Szene über ein Ticketsystem, ähnlich dem von Panini (nur ohne Würfeln). Im internationalen Pavillon traf ich auf die Gung Ho – Macher von Kummant und von Eckartsberg. Ich dachte mir, als Andenken wäre eine französische Ausgabe cool. Ich habe sogar auch noch einen Sketch bekommen. Tagsüber war auch eine Comic-Ballon-Parade, für die am ganzen Wochenende die Innenstadt gesperrt wurde. Beim Einlass gab es ein kleines Heftchen mit den Veranstaltungen und Attraktionen. Da meine Französischkenntnisse bei Null liegen, konnte ich nur bunte Bilder ansehen. Im Heftchen selbst waren auch Gutscheine über 20% in einigen Comicläden, oder 50% auf den Eintritt ins Comicmuseum. Eine Spirou-Mütze aus Pappe gab es noch dazu. Für Kinder gab es auch etliche Bespaßungs-Möglichkeiten. Selbst Manneken Pis war als Obelix verkleidet. Wirklich ein großes Fest! Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.

Im Eingangsbereich des Comic-Zentrum steht ein lebensgroßer Lucky Luke

Beim Comic-Museum war ich auch, leider nur im Eingangsbereich, da meinen Freunden der Eintritt von 10 € zu teuer war. Da ich die anderen nicht warten lassen wollte, habe ich es dann sein lassen. Es gibt immer ein nächstes Mal. Dafür war ich im Comics-Café essen. Alles war voller Originalseiten von Bob Kane bis zu Peyo. Da fühlt man sich wie zuhause beim Burger mampfen. Besonders aufgefallen ist mir, dass die Belgier keine Hefte lesen. Selbst Batman gibt es nur im Paperback. Dafür ist der Preis Bombe: 5,60 € für 5 US-Hefte Inhalt (Batman, Detective Comics, Batman & Robin, Batgirl und Grayson). Klassiker nur im Hardcover: La Ballade de Lobo (Lobo: Der letzte Zarnianer) 17,10 €. In einem Comicladen war ein Raum mit bis an die Decke gestapelten Hardcovern für je 2,50 Euro. Wären mein Französischkenntnisse besser, hätte ich mir den Koffer wohl vollgeladen. Wer seine Liebste zu einem Brüssel Trip überreden will, sollte die etlichen Schokoladenläden nicht unerwähnt lassen. Es gibt auch viele Plattenläden. Dazu ist die Stadt auch sehr schön. Ein Trip lohnt sich auf jeden Fall, natürlich besonders zum Comicfest. Wer auf frankobelgische Comics steht, wird sich wie im Paradies fühlen. In einem Café saß eine betagte Dame, die bei einem Kaffee und einer Zigarette ihr Comic gelesen hat.


Impressionen vom Festival

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