Rezensionen

The Changer 3 (Plem Plem Productions)

The Changer 3 | Plem Plem Productions | 24 Seiten in Farbe – Heftformat | 4,90 €

Einfach zurückgehen, und eine falsche Entscheidung in der Vergangenheit ändern, wem kam dieser Gedanke noch nicht? Egal, ob es um einen verlorenen Schlüssel, eine durchzechte Nacht oder ein eine falsche Reaktion im zwischenmenschlichen Bereich geht, nichts lässt sich einfach ungeschehen machen, was wir alle schon feststellen mussten. Doch für Jackie Dillon gilt das nicht, denn durch einen Unfall wurden ihm realitätsverändernde Kräfte gegeben, die er gleich sinnvoll eingesetzt hat, um den Tod seiner Freundin ungeschehen zu machen.

Eigentlich könnte er das Leben genießen, denn alles ist wieder so, wie es sein soll. Jackie zieht mit seiner Holden durch die Geschäfte, und muss sich alles ansehen, was da so anprobiert wird. Selbst das kann Jackie jedoch gut mitmachen, denn er weiß, wie schlimm der Verlust seiner Freundin gewesen ist, und genießt jede Minute mit ihr, selbst langweilige Momente wie Shopping. Doch als er bei einem zufälligen Blick in den Spiegel statt dem eigenen, backenbärtigen Gesicht eine verweste Gestalt sieht, traut er seinen Augen nicht, und verschwindet auf das WC des Ladens. Doch da trifft ihn wortwörtlich der Blitz…

Fazit

Der dritte und vorletzte Teil von „The Changer“ beginnt ruhig, um dann richtig durchzustarten. Es war klar, dass mit den Änderungen von Jackie an der Realität nicht alles geheilt werden kann, und so sehen wir die Konsequenzen des Eingreifens, z.B. an Jackies Kumpel Joseph. Aber auch andere, weniger freundliche Bekanntschaften aus der Vergangenheit trifft man hier wieder. Des Rätsels Lösung ist zum Greifen nahe, wird aber logischerweise durch Autor Chris Kloiber nicht verraten, denn hier verbirgt sich noch einiges an Potential. Apropos Potential: Die Zeichnungen von Tommy Wagner haben sich nochmal gesteigert, was besonders bei den dynamischen Figuren und den grandiosen Doppelsplash-Seiten sieht. Wer ihn mal auf einer Messe sieht, sollte sich definitiv was von ihm zaubern lassen. Auch die Farben von Dennis „Bouncy D.“ Lehmann, der auch schon für Image Comics gearbeitet hat, wirken sehr stimmig, besonders der Kontrast zwischen Dunkel und strahlenden Hell ist sehr gelungen, und gewissermaßen ein Markenzeichen seiner Arbeit geworden.

Okay, man merkt, daß es sich um meine Lieblingsserie bei Plem Plem Productions handelt. Seit 2008 ist der Independent Verlag Plem Plem Productions am Start, und hat 2013 mit The Changer #1 den ersten vielbeachteten Hit gelandet. Die Erstauflage von 500 Stück war schnell ausverkauft, und mittlerweile wurde neben diversen Variants und einer englischsprachigen Ausgabe bereits die 3. Auflage nachgedruckt. Doch dieser Erfolg fiel nicht vom Himmel, sondern ist das Ergebnis eines erstklassigen Produkts, medialer Präsenz und regelmäßiger Anwesenheit auf Messen. Außerdem merkt man den Comics von Plem Plem Productions die Freude am Comicschaffen einfach an. Hier kann man definitiv nichts falsch machen!

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