Rezensionen

Mr. Kill 2 (Plem Plem Productions)

Mr. Kill 2 | Plem Plem Productions | 28 Seiten in Farbe | Comicheft | 4,90 € | © Plem Plem Productions

Er ist zurück. William Lysander Kill, oder kurz Mr. Kill, der Auftragsmörder, der seinen Job liebt. Autor Henning Mertens hat für das 2. Heft mit dem charismatischen Kill(er) wieder Zeichner um sich geschart, um seine blutigen Visionen aufs Papier zu bannen – dieses Mal komplett farbig.

Die erste Geschichte wurde von Boris Mihajlovic gezeichnet, der bereits bei Comics wie „Wa(h)re Helden, „In Z*ppa we trust“ und „Jazam X“ den Zeichenstift geschwungen hat. „Eine rauchige Note mit kurzem Abgang“ beschreibt was passiert, wenn es Mr. Kill in ein erstklassiges Restaurant verschlägt. Erstaunlich, dass er neben seinem fordernden Beruf noch Zeit hat, ein Weinliebhaber zu werden. Egal, denn das Fleisch wird bleu serviert.

Artwork von Boris „>>Riz!“ Mihajlovic | © Plem Plem Productions

„Eine ruhige Nacht“ ist natürlich ein trügerischer Titel, denn auch wenn Mr. Kill in ein anonymes Motel am Highway einkehrt wird es definitiv nicht leise bleiben. Das sich in solchen Etablissements viel zwielichtiges Gesindel herumtreibt ist klar, aber dass er hier Machete persönlich trifft… Gestaltet hat das ganze Elbe-Billy, der schon bei anderen Plem Plem Titeln wie „Into the Mirror“ mitgewirkt hat, und durch seine Serie „Der unheimliche Kakerlak“ bekannt wurde.

Artwork von Elbe-Billy | © Plem Plem Productions

Die letzte Episode wurde von Ralf Singh (Narcopolis: Continuum) mit Farben von Plem Plem Urgestein Dennis „Bouncie“ Lehmann gestaltet. In dieser Story, „Der Löwe und der Puma“ genannt, bekommt es Mr. Kill, der sonst wie ein Wolf zwischen den Schafen wandelt, mit der Konkurrenz zu tun. Ein Meister seines Faches hat es auf ihn abgesehen…

Artwork von Ralf Singh, Kolorierung von Dennis „Bouncie“ Lehmann | © Plem Plem Productions


Fazit

Die Zeichnerauswahl ist sehr passend, und obwohl natürlich jeder seinen eigenen Stil hat und jede Geschichte eine andere Atmosphäre innehat ist es gelungen, eine einheitliche Note reinzukriegen. Doch ich habe auch etwas vermisst: Die Mr. Kill Sonntagseitenstrips vom Maxim Seehagen. Da hoffe ich auf mehr in der nächsten Ausgabe. Diese ist für Sommer 2016 angekündigt und wird 24 Seiten von Sascha Dörp (Online-Cartoonreihe „Schoolpeppers, „Enklave“ bei The Next Art) enthalten.

Es war eine sehr gute Entscheidung, Mr. Kill nicht  als Fortsetzungsgeschichte anzulegen. Die einzelnen Episoden machen Lust auf mehr Einblicke in das Leben des Mannes mit der großen Berufszufriedenheit, und man kann beide Hefte unabhängig voneinander lesen. Mit viel schwarzen Humor und Action geht es hier zu Sache, wird dabei aber dank einigen feinen Wendungen aber nie eintönig.  Ein gewisses Interesse kreativen Tötungsmethoden muss man dabei natürlich haben, aber der Serientitel ist ja selbst erklärend. Wer z.B. an der Tour de Force von Vincent Vega Samuel und Jules Winnfield in Pulp Fiction Spaß hatte, sollte hier unbedingt zugreifen, denn wo Mr. Kill draufsteht, ist Mr. Kill drin.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s