Rezensionen

Deadpools Greatest Hits – Die Deadpool Anthologie (Panini Comics)

Deadpools Greatest Hits – Die Deadpool Anthologie | Panini Comics | Hardcover – 324 Seiten | 24,99 € | © Panini Comics

Deadpool, aka Wade Wilson, der Söldner mit der großen Klappe, ist eine Figur, die man nur lieben oder hassen kann. Als nahezu Unsterblicher mit Heilungsfähigkeiten ähnlich Wolverines, und der Schnauze eines Spider-Man im Koffeinrausch polarisiert die 90er-Jahre-Figur sehr stark. Einige Betrachten ihn als Kreative Abwechslung, andere sind noch mehr genervt von der Figur als dessen Gegner.

Da nun auch ein Film mit dem rot gewandten Antihelden anläuft, bekommen Unentschlossene mit „Deadpools Greatest Hits“ hier einen Band präsentiert, der verschiedenste Phase im Leben der Figur beschreibt, und einen guten Überblick bietet.

Enthalten sind folgende US-Hefte: New Mutants 98, Deadpool (1997) Nr. 11 und 54-55, Cable & Deadpool Nr. 24 sowie 49-50, X-Men Origins 1, Prelude to Deadpool Corps 4, Deadpool 1000, Deadpool (2008) 33.1, A+X Nr. 8 und Deadpool (2013) Nr. 27.

Neuleser werden mit New Mutants 98 von 1991 wenig anfangen können. Klar, es ist der erste Auftritt Deadpools, aber als Einzelheft relativ schwer zu verstehen, wenn kein Hintergrundwissen vorliegt. Dieses wird aber in vielen redaktionellen Erklärungen, zusammengetragen von Christian Endres, und Thomas Witzler stark gefördert. Zu jedem Heft gibt es mindestens eine Seite mit allen wichtigen Infos bezüglich Herkunft, Hintergrund sowie Freunden und Feinden Deadpools, was das Verständnis sehr erleichtert.

In dem Band trifft Deadpool bei zwei Gelegenheiten auf Spider-Man, einmal in Deadpool 11 sowie in Cable & Deadpool Nr. 24. Dabei dürfte es sich wohl um ein Zugeständnis an Neuleser handeln, denn der Netzkopf ist sicherlich jedem ein Begriff. Dazu kommt, dass die ausgesuchten Geschichten auch viel Spaß machen. So sind große Teile von Cable & Deadpool Nr. 24 im Zeichenstil des Silver Age gehalten, weil es Deadpool in die Swingin’ Sixties verschlägt. Herrlich zu sehen, wie Wade mit klassichen Gegnern wie Kraven herumschlägt, oder wie seine Hormone auf Mary Jane oder Gwen Stacy reagieren.

© Marvel Comics

In Deadpool 54 aus 2001 trifft der Söldner auf eine weitere populäre Marvelfigur. Frank Castle, der Punisher, soll von Deadpool umgebracht werden. Doch es ist klar, dass das Aufeinandertreffen nicht ohne Widerstand ausgehen wird, und so fliegen im wahrsten Sinne des Wortes die Fetzen.

Außerdem gibt es natürlich einige Auftritte von Cable, der durch die gemeinsame Serie Cable und Deadpool sehr fest mit Wade verbunden ist.

Mein persönlicher Höhepunkt des Bandes ist Cable und Deadpool von 2008 Nr. 49-50, wo es ihn ins Wilde Land verschlägt, was wiederum zur Folge hat, dass eine Horde Saurier mit Venoms Symbiontennachwuchs überzogen durch Manhattan… aber das müßt ihr selbst lesen, um es zu glauben.

Die große Stärke des Bandes ist die riesige Bandbreite der Kreativteams, die hier am Werk waren. Rob Liefeld, Fabian Nicieza, Daniel Way, Rick Remender, Victor Gischler, Paco Medina, Jimmi Palmiotti und viele andere sind hier vertreten, und jeder kann die Deadpool-Inkarnation finden, die ihm Spaß macht. Durch die redaktionellen Seiten ist der Zugang zu den Geschichten auch für Neuleser gut machbar.

Nicht zu toppen dürfte der Preis von 24.99€ sein, denn es handelt sich hier um einen Hardcoverband mit sage und schreibe 320 Seiten. Somit ist der Band auch für Altleser interessant, die vielleicht schon die ein oder andere enthaltene Geschichte im Regal stehen haben. Ich vermute, spätens nach dem geplanten Kinostart am 11.2.2016 wird das Ding den Händlern aus den Händen gerissen.

© Marvel Comics

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