Rezensionen

Sandman Ouvertüre 2 (Panini Comics)

Sandman Ouvertüre 2 | Panini Comics | 124 Seiten – Softcover | 16,99 € | Copyright: Panini Comics

Mit Teil 2 ist die Miniserie „Sandman Ouvertüre“ abgeschlossen. Um es vorweg zu nehmen, es wird auch einen Sammelband geben, in dem jedoch die Bonusteile aus Band 1 und 2 nicht enthalten sein werden. Wer also alles Bonusmaterial haben möchte, sollte sich also Sandman Ouvertüre 1 und 2 kaufen, wem der Comicteil reicht, wird der geplante Sammelband gefallen.

Rückblick

Sandman, den Herrn der Träume, gibt es natürlich nicht nur auf der Erde. Bei allen denkenden und träumenden Wesen existiert Dream, aber eben für jeden anders. Und in einem entfernten Universum, wo intelligente Pflanzen existieren, passiert das Unmögliche. Dream, Lord Gestalter persönlich, stirbt…

Und so kommt es zu einem Treffen aller Dreams der Existenzebene, die gleichzeitig unterschiedliche Aspekte von sich, und am Ende doch eine Person sind. Um herauszufinden, warum ein Aspekt Dreams starb, begibt sich Sandman auf eine Reise, begleitet von einer Version seiner selbst in Katzengestalt.

Handlung

Die Suche führt Dream zunächst zu seinem Vater, Zeit. In dessen Königreich ist Zeit ein dehnbarer Begriff, wie man an Dreams Vater selbst sieht, der mal als junger Mann, mal als Greis auftritt, und von Panel zu Panel sein Alter wechselt. Nun will Morpheus seine Mutter, die Nacht, treffen, doch stattdessen kommt es zu einer unerfreulichen Begegnung mit einem wahnsinnigen Stern, der gewisse Wesenszüge seines Bruders Destruction trägt. Doch auch der Stern kann das Aufeinandertreffen mit Dreams Mutter nicht verhindern, und so langsam entwirren sich die Dinge, die im letzten Band noch undurchschaubar schienen. So findet sich Dream in Destinys Garten wieder, in dem ein seltsames Segelschiff vor Anker liegt, ohne dass Destiny davon wusste… eigentlich unmöglich, denn im Buch des Schicksals ist alles vermerkt. Doch es war Dreams Katzen-Ich, welches verschieden Wesen aus den unterschiedlichsten Welten an Bord geholt hat, um diese vor dem Tod zu bewahren. Doch nicht alles auf dem Segler ist so, wie es scheint.

Fazit

Neil Gaiman, Schöpfer von den 7 Ewigen Sandman (Dream), Destiny, Death, Desire, Despair, Delirium (die ehemalige Delight), und natürlich Destruction, stellt hier eine Art Prequel vor den ersten Band „Präludien und Notturni“. Neueinsteigern rate ich trotzdem dazu, nicht mit diesen Band zu starten, sondern eben mit „Präludien und Notturni“, denn in der damaligen Serie wurden die Figuren doch etwas mehr eingeführt als in „Ouvertüre“, und Vorwissen ist gerade bei Sandman immer nötig. Das ist keine Serie, die man mal eben nebenbei liest, und wenn man wirklich alles entdecken und verstehen will (worauf ich keinesfalls Anspruch erhebe), kann man schon mal länger für eine Doppelseite brauchen. „Overtüre“ wird sicherlich auch eines der wenigen Comics werden, die ich zweimal lese, gerade mit dem am Ende gewonnenen Wissen.

Zeichner J.H. Williams III, der u.a. mit Alan Moore “Promethea” gemacht hat, hat daran einen gehörigen Anteil, und legt die schon aus Band 1 bekannten „mystischen Wimmebilder“ vor, die jedes für sich schon Stoff für Dutzende Romane liefern würde. Bildgewaltig wäre als Attribut dafür untertrieben. Episch ist wohl der Ausdruck, der das Artwork am ehesten beschreibt.

Im Bonusteil des Bandes sind neben allen Covern (d.h. reguläre u. Special Edition) ein Interview mit J.H. Williams III über den künstlerischen Prozess und Anmerkungen Gaimans zu den Kapiteln enthalten. Außerdem eine Playlist mit Musik, die J.H. Williams III beim Zeichnen gehört hat.

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