Rezensionen

Tag X, Band 3 – Russen auf dem Mond! (Panini Comics)

 |60 Seiten - Hardcover | 14,99 €

Tag X, Band 3 – Russen auf dem Mond! | Panini Comics|60 Seiten – Hardcover | 14,99 €

In der Serie „Tag X“ aus Paninis neuen Albenprogramm geht es um alternative Geschichte. Wie bei Marvel und DC mit „What if?“ oder „Elseworlds“ wird hier etwas aus der Vergangenheit verändert, so dass eine neue Zeitlinie entsteht, aber eben nicht mit Helden in Spandex, sondern mit Weltgeschichte, so dass auch berühmte Persönlichkeiten der Vergangenheit in veränderten Kontext gesehen werden können.

Im 3. deutschen Band der Serie von den Autoren Fred Duval und Jean-Pierre Pécau sowie Zeichner Philippe Buchet haben sich die Künstler die Mondlandung vorgenommen, ein einschneidendes Ereignis, welches weltweit stark beachtet wurde. Doch wie der Titel schon verrät, sind es nicht die Amerikaner die den Mond als erstes erreichen, sondern die Sowjets, die die rote Fahne mit Hammer und Sichel in den Mondboden rammen. Wie konnte das geschehen? Nun, durch einen sehr kleinen Meteoriten wird die amerikanische Mondfähre zerstört…

Dies ist jedoch nur der Auftakt zu einer alternativen Zeitlinie, in der das Rennen um den Weltraum nun richtig begonnen wird. In unserer Welt gab es nur sehr wenige Mondlandungen, hier jedoch führt das Rennen dazu, dass bald die NASA nachzieht, und sowohl die Sowjets als auch die Amerikaner Mondbasen zum dauerhaften Aufenthalt auf dem Erdtrabanten errichten. Das Rennen führt jedoch auch dazu, dass der Kalte Krieg vollkommen neue Dimensionen erreicht. Waffen und Spionagetechnik haben Hochkonjunktur, und tausende Kilometer von der Erde sehen liegen sich die verfeindeten Parteien auch auf dem Mondboden diesem Konflikt ausgeliefert. Wie wird der Kampf entschieden?


Fazit

Im Gegensatz zu den anderen beiden Bänden wird hier recht wenig Vorwissen gebraucht. Klar, die Kenntnis um Mondlandung, die politische Situation und die wichtigsten Politiker der Ära machen das Konzept rund, aber das war bei den beiden Vorgängerbänden fordernder, da auch oft Kenntnisse aus der französischen Geschichte gefragt waren, was hier nicht der Fall ist.

Natürlich lädt sie Serie auch hier wieder zur Eigenrecherche ein, und ein Blick in Wikipedia verrät hier dem Interessierten die genaueren Motive so manch einer Figur. Da hätte ich mich über einen kleinen Anhang gefreut, bei dem die wichtigsten Figuren und veränderten Ereignisse vorgestellt werden.

Der kleine Meteorit am Anfang der Geschichte erinnert an „Der Nagel“ von DC Comics, bei der auch ein kleiner Gegenstand eine große Wirkung entfachte, und die Weltgeschichte komplett änderte.

Die Geschichte selbst funktioniert an sich sehr gut und wirkt wenig gekünstelt, und schafft es wunderbar ohne große Prominenz aus Politik und sonstigem Weltgeschehen zu funktionieren.

Der Zeichner Philippe Buchet, bekannt aus Sillage von Carlsen, zeigt hier einen deutlich moderneren Look als Colin Wilson aus den ersten beiden Bänden. Auch die Farben von Walter unterstützen diesen Stil ungemein; so wünscht man sich eine aktuelle franko-belgische Serie.

Wie auch bei den ersten beiden Bänden gilt, dass die Geschichte abgeschlossen ist, und man auch bei Einzelbänden zugreifen kann, wenn einen ein Thema besonders interessiert.

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