Angesehen

First Avenger: Civil War (Film)

First Avenger: Civil War

Ich bin nicht der größte Fan der Marvel-Comics, bin jedoch großer Verehrer ausgewählter Storylines. Exemplarisch möchte ich da meine großen drei nennen: PLANET HULK, CAPTAIN AMERICA: WINTERSOLDIER und CIVIL WAR. Das Marvel-Filmuniversum hat mich allerdings gepackt. Klar, nicht jeder Film oder jede Serie begeistert mich gleichermaßen stark, dennoch bin ich der Ansicht, dass Marvel mit seinem Cinematic Universe vieles richtigmacht. Mit „The Return of the First Avenger“ hat Marvel die oben bereits erwähnte Story um den Winter Soldier filmisch umgesetzt. Unter den Einzel-Charakter-Filmen aus dem MCU würde ich diesen Film als meinen Favoriten bezeichnen.


Nun kam mit „First Avenger: Civil War“ die Fortsetzung ins Kino und damit eine weitere Verfilmung von mir favorisierten Comic-Stoffs. Der offensichtlichste Unterschied: der Film ist noch mehr Team-Film, als sein Vorgänger. Stark herunter gebrochen bekommen wir es dieses Mal sogar mit zwei Avengers-Teams zu tun. Damit scheint der Film sogar mehr Avengers-Film zu sein, als die beiden eigentlichen Avengers-Filme.

Schließen sich die Avengers der Initiative der Vereinten Nationen an?

Dieses Mal stehen die Avengers nun auf dem Prüfstand. Nachdem in Lagos ein Einsatz schwere Kolleteralschäden fordert, sollen die Avengers den Vereinten Nationen unterstellt werden und lediglich auf deren Handlungsanweisungen hin agieren.

Recht schnell bilden sich nun zwei Lager. Tony Stark (erneut gespielt von Robert Downey Jr.), der als Iron Man die Avengers mitbegründete, sich nun aktiv aber eher zurückhält, ist der Ansicht, dass die Avengers sich dieser Initiative anschließen sollten, da es das Team sonst schon bald nicht mehr geben könnte. Auf der anderen Seite steht Captain America (erneut gespielt von Chris Evans), der nicht akzeptieren will, dass die Avengers Handlungsanweisungen unterstehen sollen und sie damit ggf. einen notwendigen Einsatz unterlassen müssten.

Zusätzlichen Zündstoff bringt ein Bombenanschlag auf das Versammlungsgebäude der Vereinten Nationen in Wien mit sich. Damit wird die Verabschiedung der Initiative direkt attackiert. Mutmaßlich wurde der Anschlag vom Winter Soldier begangen. Cap hält seinen Freund Bucky Barnes (Sebastian Stan) jedoch für unschuldig.

Black Panther ist auf der Seite Iron Man’s

Das gespaltene Team der Avengers rekrutiert für den schwelenden Konflikt untereinander weitere Mitglieder. Captain America findet zunächst Unterstützung bei seinen Gleichgesinnten: Scarlet Witch (Elizabeth Olsen), Winter Soldier, Falcon (Anthony Mackie) und Hawkeye (Jeremy Renner). Hinzu gesellt sich durch die Empfehlung Falcon’s dann schließlich noch der aus seinem eigenen Film bekannte Ant-Man (Paul Rudd). Iron Man’s Team besteht ebenfalls aus schon bekannten Avengers: War Machine (Don Cheadle), Black Widow (Scarlett Johansson) und Vision (Paul Bettany). Hinzu gesellen sich die Helden Black Panther (Chadwick Boseman) und Spider-Man (Tom Holland), die hier ihren Einstand ins Marvel Cinematic Universe geben.

Im Hintergrund zieht indes ein gewisser Helmut Zemo (Daniel Brühl) die Fäden.

Bucky Barnes und Captain America

Bucky Barnes und Captain America

Auch wenn der Film voll mit Mitgliedern der Avengers ist, fokussiert sich alles mehrheitlich auf Captain America und dessen näheres Umfeld. Der Konflikt zwischen ihm und Iron Man, der sich aus einer zunächst reinen Meinungsverschiedenheit zu einer von Idealen gesteuerten kämpferischen Auseinandersetzung zwischen den Teams entwickelt, findet den Höhepunkt schließlich in einer Prügelei auf einer persönlichen Ebene. War es in der Comicvorlage Iron Man, der die unsympathische Rolle zugeschrieben bekam, verschiebt sich diese hier latent in Richtung Captain America – wenngleich auch er aus den richtigen Motiven heraus zu handeln scheint.

Der Film bietet einiges an gelungener Action und hervorragenden Kampf-Choreographien. Allerdings bleibt die Handlung etwas auf der Strecke. Da war der Vorgänger um einiges ausgeklügelter und konnte einen spannenden und überraschenden Twist aufweisen. Das fehlt hier meiner Meinung nach. Wie bereits bei „Avengers: Age of Ultron“ hatte ich das Gefühl, dass es sich um einen Film handelt, der vor allem das Ziel hat, weitere Charaktere ins MCU einzuführen. Zudem hatte ich nach dem Film den Eindruck, dass die Geschehnisse ohne größere Konsequenzen bleiben. Hinzu kommt, dass der Charakter des Helmut Zemo eine neue, eigenständige und sicher auch spannende Figur war, die jedoch lediglich diesen Namen trägt, allerdings nichts mit ihrem Comic-Pendant gemein hatte.

Stehen sich im Film gegenüber: Captain America und Iron Man

Immerhin gab es mit „Batman V Superman“ aus den Häusern WB und DC bereits einen Film, der ebenfalls bekannte Superhelden gegeneinander antreten lies, deren Motivationen denen von Captain America und Iron Man nach näherem Hinschauen und zumindest auf der persönlichen Ebene doch etwas ähnelte, auch wenn sich hier die Herangehensweise unterschied. Meine Erwartungen an die filmische Umsetzung von CIVIL WAR waren hoch, wenngleich mir bewusst war, dass diese keineswegs das epische Ausmaß der Comicvorlage umsetzen konnte. Dennoch hat im direkten Vergleich mit „Batman V Superman“ das DC-Franchise für meinen Geschmack dieses Mal insgesamt die Nase vorn.

Hat endlich seinen ersten Auftritt im MCU: Spider-Man

Dennoch kann ich „First Avenger: Civil War“ zu meinen persönlichen Favoriten des MCU zählen. Das liegt vor allem an den oben bereits erwähnten Actionszenen und Spezialeffekten, welche die Kräfte jedes einzelnen Avengers überzeugend und originell präsentierten. Zudem gelingt es Disney / Marvel immer wieder, seine Metawesen so darzustellen, dass sie für die Film-Umsetzung funktionieren. Endlich hat nun auch Spider-Man das MCU erreicht. Auf seine Origin wird hier, bis auf wenige Nuancen, gänzlich verzichtet. Die Umsetzung des jungen und noch etwas naiven Peter Parker ist Tom Holland gut gelungen. Er nimmt in „First Avenger: Civil War“ klar die Rolle eines Sidekicks ein. Die Zeit wird zeigen, ob er auch einen eigenen Film ausfüllen kann.

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