Rezensionen

Silver Surfer 3: Im Weltall ist die Hölle los (Panini Comics)

Silver Surfer 3: Im Weltall ist die Hölle los | © Panini Comics | 132 Seiten – Softcover – 16,99 €

Die neue Silver Surfer – Serie von Autor Dan Slott (Spider-Man, Rächer) und  Zeichner Michael „Mike“ Allred (X-Force, X-Statix, Madman) glich von Anfang an einer abgefahrenen Reise durch das All. Dem Surfer zur Seite stand Dawn Greenwood, eine Frau von der Erde, in die sich der Surfer sogleich verliebt hatte.

Gemeinsam hatten sie das Universum durchquert, doch als Dawn von den Greueltaten hörte, die der Surfer als Herold von Galactus möglich machte, war sie mehr als schockiert.

Zusammen konnten sie erreichen, dass die Bewohner des Planeten Newhaven verschont wurden, und nur der Planet von Galactus verspeist wurde. Nun übernimmt der Surfer Verantwortung, und sucht für die Millionen von Heimatlosen einen neuen Planeten.

Im unendlichen Universum lauern viele Gefahren. So verschlägt es die Flotte in eine Zeitschleife, auf einen Vergnügungsplaneten, und auch das Event Secret Wars wird gestreift. Zuletzt müssen sich Norrin und Dawn einem ganz besonderen Projekt widmen -der Neuordnung des Universums! Doch ist der Surfer dafür wirklich die Idealbesetzung?


Fazit

Der Silver Surfer ist einer jener klassischen Charaktere, die noch von Jack „King“ Kirby und Stan „The Man“ Lee persönlich geschaffen wurden. Seit der Charakter in Fantastic Four 48 (1966) in der Galactus-Trilogie das erste Mal mit seinem Surfbrett (von Dawn neuerdings Zuumir genannt) durch die Tiefen des Alls flog, haben sich viele Künstler an der Figur ausgetobt, u.a. John Byrne, Moebius und John Buscema.

Michael Allred ist neben seinen Arbeiten für Marvel besonders für seine Eigenkreation Madman bekannt. Jene Serie besticht durch die abgefahrene Handlung, und die knallbunten Zeichnungen. Exakt diese Elemente finden sich auch hier wieder, und wo ginge das besser als in den unendlichen Weiten des Weltraums? Im Marveluniversum, wo es gerade in den letzten Jahren gern mal heftig und düster zur Sache geht, ist der Weltraum der Platz für skurrile und wunderliche Kreaturen. Schwer wird Allred die Zeichnung der Figur nicht gefallen sein, sieht der Surfer doch aus wie Madman ohne Haare.

Dan Slott verknüpft die Handlung mit vielen weiteren Marvelfiguren wie z.B. der Never Queen, Galactus oder Doom,. Klar, dass es auch dabei auch sehr phantasievoll zur Sache geht, und Allred scheinen die Ideen für wundersame Wesen nicht auszugehen, egal ob es im All oder in einer anderen Dimension ist. Speziell in diesem Band werden zudem viele in der Serie eingeführte Figuren verwendet.

Besonderheiten gibt es dieses mal auch beim Panelaufbau. Die Darstellung einer Zeitschleife lässt den Leser die Schleife mit seinem Buch in der Hand nachvollziehen. Ob das eine Idee von Slott oder von Allred war?

Zum Ende hin wird es gerade zu episch, und es gibt eine Annäherung an das Thema Secret Wars auf eine besondere Art und Weise. Hier paart sich der Geist der 60er-Jahre-Weltraumserien mit den aktuellen Ereignissen, und zeigt auf symbolische Art und Weise dem gesamten Genre die unendlichen Möglichkeiten auf, von denen bislang nur wenige genutzt wurden.
Im Anhang gibt es noch einige Bleistiftzeichnungen von Allred, die den Band abrunden. Ich kann die Serie jedem Marvelianer an Herz legen, der über den Tellerrand des Üblichen hinaus schauen will.

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