Rezensionen

Wolverine 1 (Panini Comics)

Wolverine ist tot – es lebe Wolverine! Nachdem der bekannte und beliebte Kanadier namens Logan bzw. James Howlett das Zeitliche zumindest vorrübergehend gesegnet hat, ist die Zeit reif für eine Nachfolge. Bekanntermaßen hat der kleine haarige Kerl im Laufe seines Lebens einiges an Nachwuchs produziert (und teilweise wieder eliminiert), jedoch hatten auch andere ein Interesse daran, ihren eigenen Wolverine zu haben. Hand aufs Herz, welche verschlagene Regierungsorganisation hätte nicht gern nahezu unzerstörbaren Soldaten mit Klauen?

Ein Produkt dieser sog. „Forschungsprogramme“ ist Laura Kinney, auch bekannt als X-23, ein Klon des Original-Wolverine, die schon das ein oder andere Abenteuer zu bestehen hatte, und jüngst sogar mit Angel von den X-Men anbändelte.

In der neuen Wolverine Serie verschlägt es nun Laura nach Paris, wo sie unter dem Eiffelturm gegen eine sehr gute, agile Kämpferin antreten muss. Nur mit Mühen kann Laura die Gegnerin ausschalten. Die Überraschung ist allerdings groß, als sie feststellt, gegen wen sie Antreten musste. Ihr Gegner war niemand anderes als sie selbst!


Fazit

Die neue Wolverine-Serie von Tom Taylor, Daniel López und David Navarrot übertrifft meine Erwartungen. Eine schöne Mischung von Action gemischt mit Charaktermomenten. Taylor lässt sich viel Zeit, auf das Gefühlsleben seiner Protagonistin einzugehen, aber jedoch ohne sich in der zweifelsfrei bewegten Vergangenheit zu verlieren. Sicher hat Lauras Vergangenheit als lebende Waffe und die nicht unproblematische Vater-Tochter Beziehung Wunden in der Seele der jungen Dame hinterlassen, aber dies wird glücklicherweise nicht zum Leitmotiv der Serie. Stattdessen wird der Fokus auf die Gegenwart gelegt und offenbart weitere „familiäre“ Verstrickungen. Dabei ist das gerade bei Wolverine oft genutzte Thema „Geheime Regierungsprogramme“ zwar präsent, aber nur der Auftakt für weitere interessante Twists.

Auch die Gaststars, die bei Marvel ja irgendwie mit dazu gehören sind sehr passend zur Story gewählt. So gibt es ein Aufeinandertreffen mit Wasp und Doc Strange, welches aber sehr stimmig verläuft, und ohne das typische Missverständnis-Kampf-Zusammenarbeit bestens auskommt.

Auch der Umfang passt, so gibt es alle 6 US-Hefte, die Cover und einen kleinen redaktionellen Teil von Thomas Witzler.

Insgesamt hält mich Laura so mehr am Haken (oder an der Kralle), als das bei ihrem Daddy in letzter Zeit der Fall war. Daumen hoch für Wolverine(tte).

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