Rezensionen

Die Expedition 2 – Der Aufstand Niangaras (Panini Comics)

Die Expedition 2 – Der Aufstand Niangaras | Panini Comics | Album – 60 Seiten – 14,99 €

Im letzten Band trieb ein reichlich mit Gold und Edelsteinen behangener Leichnam an den Ufern des Nils in einem Boot an.  Der örtliche Regent der Römer, welche Ägypten vor einigen Jahren unterworfen hatte, war von den Möglichkeiten die sich dadurch bieten ziemlich angetan, und so schickte er den Legionär Marcus Livius auf eine geheime Expedition. Livius musste das fremde, reiche Volk finden, doch das sollte im Geheimen geschehen. Dafür galt Livius nun offiziell als Deserteur, und musste sich mit einer kleinen Gruppe wilder, kampferprobter Gesellen auf den Weg ins Unbekannte machen. Immer tiefer und tiefer zog es die Truppe in den unerforschten Kontinent, immer im Kampf mit wilden Tieren und den Stämmen Afrikas…

Hilfreich bei der Suche war die rätselhafte Figur gewesen, welcher der Tote vom Nil bei sich gehabt hatte. Diese hatte Eingeborene dazu gebracht, der Expedition zu helfen, und sogar ein Führer hatte sich gefunden, der die Gruppe begleitete. Nachdem sie ein überfallenes Dorf gefunden haben, schließen sie sich einer Gruppe Vertriebener an, doch lange lässt sich die bleiche Hautfarbe nicht verbergen. So werden die stolzen Legionäre schnell gefangen genommen, und müssen in den Minen ihrer Neuen Herren schuften…


Fazit

Nach 9 Monaten ist nun endlich der 2. Teil der Serie erschiene, aber das Warten hat sich gelohnt. Das bewährte Kreativteam machte nahtlos weiter. Richard Marazano hat mit diversen Serien, z.B. Der Schimpansenkomplex, Pelikan Protokoll oder Eco Warriors bereits eine breite Fanbase in Deutschland. Marcelo Frusin schwang den Zeichenstift bereits für US-Serie wie Hellblazer, Loveless oder die X-Men. Wie immer bei Frusin stehen hier oft die Blicke und andere nonverbale Kommunikation im Vordergrund, was perfekt zu der schwierigen Verständigung zwischen Römern und Afrikanern passt.

Die Serie wird getragen von der Faszination für das Neue, das Unbekannte, das Unerforschte und Unerklärliche, was Afrika in den Teilnehmern der Expedition auslöst. Gibt es für alles eine Erklärung, oder sind hier übersinnliche Kräfte im Spiel? Die neue Situation erfordert starke Nerven, doch die sind nicht jedem gegeben, und so kommt es zu psychischen Ausnahmesituationen, die an Filme wie „Apocalypse Now“ oder „Aguierre, der Zorn Gottes“ erinnern.

Im ersten Band wurde sehr oft das Selbstverständnis der Römer thematisiert. Voller Selbstbewusstsein durch die gewonnenen Schlachten der Vergangenheit halten sie sich für die geborenen Herren der Welt, überzeugt davon, dass alle anderen Völker nur dazu da sind, um ihnen zu dienen. Dies gipfelt hier auch in der Vorstellung, mit den wenigen Teilnehmern der Expedition ganze Stämme beherrschen zu wollen, die aber jeden Tag um ihr Leben kämpfen müssen. Doch bei der Gefangennahme wird diese Einstellung schnell zerschlagen, und die Herren finden sich als Sklaven wieder. Eine interessante Situation, auf die jedoch jeder anders reagiert.

Der Band endet wieder mit einem fiesen Cliffhanger, und man kann nur hoffen, dass hier bald ein neuer Band erscheint. Großes (Sandalen-)Kino!

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