Rezensionen

Trigan 8 – Riskante Manöver (Panini Comics)


In der achten Ausgabe von Paninis Neuauflage der Serie „Trigan“ von Autor Mike Butterworth und Zeichnerlegende Don Lawrence sind 4 Geschichten aus den Originalausgaben „Look and Learn“ 391 bis 424 aus dem Jahren 1969 bis 1970 enthalten. Alternative Cover sind in diesem Band nicht enthalten, dafür hat er aber ganze 78 Seiten. Sehr wertvoll für mich als jemanden, der die Serie zum ersten Mal liest, sind die redaktionellen Texte zu jeder Episode mit viel Hintergrundwissen.

Episode 18: Unsichtbar auf der Flucht

Wieder einmal ist es eine falsche Verdächtigung, die ein Mitglied der kaiserlichen Familie trifft. In diesem Fall ist es Janno, der einen Wissenschaftler umgebracht haben soll. Mit einer seiner Erfindungen, die Unsichtbarkeit verschaffen kann, gelingt Janno die Flucht. Doch nicht gesehen zu werden reicht nicht, um Jannos Unschuld zu beweisen…

Episode 19: Die Ultimative Waffe

In der nächsten Episode dieses Bandes erleben wir ein Abenteuer von Trigo, der die „Ultimative Waffe“, die lange unter Verschluss gehalten werden konnte, aus der Hand der alten Erzfeinde, der Loka, reißen muss, um den Untergang Elektons zu verhindern.

Episode 20: Der Tyrann

Dieses ist die längste Geschichte des Bandes, und handelt davon, dass Trigo freiwillig als Kaiser abdankt, und das Reich in die Hände von 3 Konsuln gibt, die die neue Republik regieren sollen. Ein unterdrückter Mathematiker hat indes andere Pläne. Er entwickelt eine Formel, um grenzenlosen Reichtum zu erlangen, und arbeitet sich mit seinem Geld zu einem Tyrann, der der die Republik abschafft. Nur Janno kann einer Verhaftungswelle entkommen, doch sein Onkel Trigo ist verschwunden.

Episode 21: Der rote Tod

In der letzten Episode gibt es erneut eine Begegnung mit außerirdischen Lebensformen, die auf Elekton landen. Rote Pflanzen nisten sich auf dem Planeten ein, und überwuchern schnell alles, was lebt. Doch die Pflanzen waren nur die erste Welle eines Angriffs, der den Triganern alles abverlangen wird.


Fazit

Dass ich Don Lawrence verehre habe ich schon bei jedem Band erwähnt, und auch in diesem Band ändert sich das nicht. Er hat viel Raum, um Fabelwesen, Außerirdische, Flugzeuge und exotische Schauplätze zu schaffen, und setzt das meisterlich um

Der Autor Mike Butterworth hingegen bedient als Autor wieder seine Lieblingsthemen Verrat, Intrigen und Angriffe von Außen, baut aber gleichzeitig das damalige Zeitgeschehen mit ein. Sehr deutlich wird das z.B. bei „Die Ultimative Waffe“, die viele Anleihen an die Atombombe hat, was im Kalten Krieg zur Entstehungszeit der Geschichten ein stets präsentes Thema war. Interessant ist auch immer wieder der Gegensatz von Naturvölkern und der höher entwickelten Technik der Triganer, zwischen Reittier und Düsenjet und Bogen und Strahlenkanone. Die Römer-Thematik der Serie zeigt sich hauptsächlich bei der Kleidung der regierenden und Wissenschaftler, die Soldaten sind aber in einer damals neuzeitlichen Uniform zu sehen. Immer niedlich sind die Anleihen zu realen Welt wie zum Beispiel eine Glückspielstadt die Monte Carlo sehr ähnlich ist, oder wenn der Fluss Pyx statt Styx heißt, oder die Cobra zur Nobra wird.

Auf Elekton ist eben alles möglich, ein Spielplatz zwischen Antike und Zukunft, zwischen Fantasy und Science Fiction. Da stören auch die Wiederholungen im Plot wenig, und man kann sich in die Weiten der klassischen Zukunftsvisionen der späten 60er Jahre fallen lassen, und die Zeichnungen von Don Lawrence genießen.

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