Rezensionen

Punisher 1 – Operation Condor (Panini Comics)

Punisher 1 – Operation Condor | Panini Comics | 140 Seiten – Softcover | 16,99 €

Die aktuelle Punisher-Serie wurde von Becky Cloonan geschrieben, und dem im November 2016 verstorbenen Steve Dillon gezeichnet.

Frank Castle stellt sich dabei einem Drogenkartell, dass mit speziellen Stoff handelt. Dieser führt dazu, dass sich der Konsument in eine Art Superkämpfer verwandelt, der sehr stark, leistungsfähig und resistent gegen Schmerzen ist. Von Brooklyn aus wird New York mit der Droge versorgt, und so dauert es nicht lange, bis der Punisher einen Antrittsbesuch bei den Verbrechern macht.

Auch die Fahnder von der DEA haben die Spur aufgenommen, und so kommt es zu einer interessanten Dreierkonstellation zwischen Punisher, DEA und Drogenbande. Schnell ist klar, dass bei der Droge kleinkalibrige Waffen nutzlos sind, und so muss Frank seine gesamte Kreativität in alternative Exekutionsmethoden setzen.

Als bekannt wird, dass ein ehemaliger Armee-Kamerad Franks in die Sache verstrickt ist, wird die Sache noch komplizierter. Und auch Beteiligter mit einem mörderischen Sammeltick verursacht bei Frank und der DEA für eine Tour de force mit ungewissem Ausgang…

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Fazit

Becky Cloonan wurde zunächst als Zeichnerin bei Serien wie Conan, Northlanders oder Demo bekannt. Die aktuelle steht in der Tradition des Punishers von Garth Ennis, der wenig bis gar keine Berührung mit den Superhelden seiner Welt hat, denn nur so funktioniert ein Bestrafer ohne Superkräfte in einer Welt von bisweilen gottgleichen Helden. Auffällig ist, dass sie sowohl bei der Drogenbande als auch bei der DEA starke Frauenfiguren aufbaut. Sicher, der Gedanke mit der Superheldendroge ist bei Marvel nicht neu, aber gerade in Interaktion mit Wesen ohne Superkräfte birgt er einiges an Erzählpotential. An die Hochphasen der Figur wie z.B. bei Ennis reicht Cloonan (noch?) nicht heran, aber die geerdete Actiongeschichte mit dunklen Verstrickungen und etwas Splatter unterhält den Leser sehr gut. Die ausgebaute Handlung mit diversen Dialogen bei der DEA erinnert dabei an aktuelle Erzählweisen bei Serienformaten, bleibt unter dem Strich jedoch radikaler.

Steve Dillons Artwork mag ich schon seit Preacher sehr gerne, und auch beim Punisher und Hellblazer hat er mich beeindruckt. Unverkennbar sein Strich, sicher nicht für jeden Geschmack, so könnte man den Stil beschreiben. Bei den Farben wurde hier viel Wert darauf gelegt, die Zeichnungen eben auch so wirken zu lassen, als käme sie aus der Phase in der Preacher erschien, auf knallige, moderne Effekte wurde verzichtet. Für mich Persönlich wirkt Frank etwas zu jung, mag daran liegen dass ich ihn mir eben mehr als gebrochenen alten Mann vorstelle als einen Mittdreißiger, aber das geht mir bei Figuren wie Hal Jordan und Ollie Queen, die schon mal älter dargestellt wurden, genauso.

Einen würdigen Abschluss findet der Band in einem Nachruf für Steve Dillon von Christian Endres, ergänzt mit den Statements anderer Künstler wie Ennis oder Brubaker.

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