Rezensionen

iZombie 4 – Besessen (Panini Comics)

iZombie 4 – Besessen | Panini Comics | 188 Seiten – Softcover | 19,99 €

Hier liegt er nun, der letzte Band der Serie Izombie. Ich hatte ja schon Befürchtungen, dass die Serie nicht bis zum Ende erscheint, da dies in letzter Zeit immer mal wieder bei einigen Indie-Titeln passiert. Glücklicherweise war dies hier nicht der Fall.

Im letzten Band werden endlich diverse offene Handlungsstränge zusammengeführt, und Geheimnisse gelüftet, die mich schon bei den Vorgängerbänden auf eine harte Probe gestellt hatten. Doch nun, wo die 4 Bände komplett vorliegen ist eigentlich die beste Gelegenheit einzusteigen, weil man direkt bei der Handlung weitermachen kann. Ich muss zugeben, die mannigfaltigen Figuren führten dazu, dass ich bei jedem neuen Band noch mal nachschauen musste, wie verschiedene Dinge genau waren. Ich meine, gutaussehende Zombies, Werterrier, Geister, Vampire, Frankenteen, uralte unsterbliche Mittzwanziger, Leoparden-Girls, Regierungsagenten und Monsterjäger –  das muss man erst mal unter einen Hut kriegen.

Chris Roberson hat das, entgegen meiner zwischenzeitlichen Erwartung, dann doch sehr gut geschafft. Alles macht nun Sinn, und nicht jedes Klischee welches ich mir im ersten Band als Ende vorgestellt hatte wurde erfüllt. Ich wurde sogar regelrecht verblüfft welchen Gang die ein oder andere Nebenhandlung nimmt. Zwar hat man durch die typische Allred-Zeichnungen immer das Gefühl als könnte Madman gleich um die Ecke kommen oder der Silver Surfer landen, aber Roberson geht dann doch etwas geerdeter an die Arbeit als Allred in den Serien, wo er auch Autor ist. In diesem Band kommen auch Gastzeichner vor Jason Bone und Jim Rugg, die dem Leser vor Augen führen, wie sehr ein Zeichner das Storytelling mit einem individuellen Still beeinflussen kann. Da Laura Allred aber alles koloriert hat, ist doch optisch eine rote Linie vorhanden.

Nach der zurückliegenden Zombieinvasion bekommt es unser Lieblings-Zombie-Girl Gwen es nun mit einem Weltenverschlingenden Monster auf Galaktus-Level zu tun, das obendrein noch eine Menge an kleinen ungezieferähnlichen Kreaturen im Schlepptau hat, die großen Appetit auf Menschen haben. Auch das gemeinsame Vorgehen einst verfeindeter Gruppen bewirkt nichts, und so muss Gwen sich entscheiden, ob sie alle ihr wichtigen Menschen töten, oder die gesamte Menschheit ins Verderben stürzen will…

iZombie ist gewiss keine Serie für jedermann. Man muss Allreds Zeichenstil mögen, und ein Faible für „Lollipop-Trash“ haben. Was meine ich damit? Die Serie hat Unmengen von zwischenmenschlichen Beziehungen und erfüllten und unerfüllten Lieben, also kurz gesagt eine Soap-Opera mit niedlichen Monstern und Hirn. Ich denke daher, dass der durchschnittliche Superheldenleser vermutlich weniger die Zielgruppe ist, aber der ein oder andere Mangaleser könnte hier sein Paradies finden. Es ist daher sinnvoll mal ein einen Band rein zu blättern, oder im Netz nach einer Leseprobe zu suchen, bevor man zuschlägt.

Mich hat die Serie zumindest in ihren Bann gezogen, denn bei Ideen wie einem Werterrier mit sprechendem Affe und Hirn-Smoothie kann ich nicht widerstehen.

Kategorien:Rezensionen

Tagged as: ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s