Rezensionen

Empress (Panini Comics)

Es gibt Autoren, von denen ich nahezu blind alles kaufen würde, was auf dem Markt kommt. Und es gibt Autoren, von dessen Werken werden Filmrechte bereits vertickt, wenn die Serie noch nicht abgeschlossen ist. Beides trifft auf das von Mark Millar geschriebene Empress zu.

In diesem Werk schafft Millar seine eigene Weltraum-Oper. Der größte Teil des Weltraums wird beherrscht von Morax, einem Diktator und Bösewicht wie er im Buche steht, ähnlich wie z.B. Dardseid. Getreu dem alten Motto „Brot und Spiele“ herrscht er mit eiserner Faust über die Galaxis, und lässt auch gern mal unliebsame Personen in der Arena an Monster verfüttern. Ihm zur Seite steht seine Frau Emporia, die er einst in einer Bar kennengelernt hat. Sie musste seinerzeit schwören, alle Brücken zu ihrer Vergangenheit abzubrechen, was ihr nicht schwerfiel, denn hey, er war ein mächtiger und reicher Mann. Zusammen haben die beiden drei Kinder, die recht unterschiedlich im Wesen sind.

Von den Grausamkeiten des Gatten angeekelt und auf die Dauer überdrüssig, beschließt Emporia zu fliehen. Hilfe kommt dabei von ihrem Leibwächter Captain Havelok, und diese Hilfe hat Emporia auch dringend nötig, denn es ist nicht einfach vor dem mächtigsten Mann der Galaxis zu fliehen, denn dieser will nicht als geschwächt dastehen, wenn seine eigene Frau ihm an der Nase herumführt und sich verzieht. Morax hat ein dichtes Netzwerk an Informanten, die mit ihrem eigenen Leben dafür haften, dass die Flüchtenden wieder eingefangen werden. Wer sie im Geringsten oder nichtsahnend unterstützt, muss mit dem grausamen Tode rechnen.

Glücklicherweise hat Captain Havelok noch einige alte Bekannte, die ihm einen Gefallen schulden, unter anderen auch jemanden, der die Möglichkeit zum Teleportieren hat. Es beginnt nun eine wilde Verfolgungsjagd quer durch das All…


Fazit

Beim ersten Lesen dachte ich, Millar habe Saga gelesen, und wolle nun etwas Ähnliches machen. Allerdings hat Millar ja bereits bei Starlight einen Ausflug ins Genre unternommen. Sicher, ganz so abgefahren wie Saga ist das ganze (noch?) nicht, aber die Verfolgungsfahrt quer durch das Universum macht auch so eine Menge Spaß. Kreatives Storytelling mit Stirnklatscheffekt ist ja ein Markenzeichen Millars, und hier gefällt er mir deutlich besser als in den letzten Kickass-Erweiterungen. Ein neues, unverbrauchtes Universum der Geheimnisse und Cliffhanger wartet auf neue Leser. Gute Dialoge, unerwartete Wendungen und spannende Figuren haben mich den Band in einem Stück durchlesen lassen.

Optisch in Szene gesetzt wurde Empress von niemand anders als Stuart Immonen, der durch seine Arbeiten bei DC und Marvel wie Superman, Thor oder New Avengers bereits Meilensteine gesetzt hat. Sein klarer, lebendiger Stil passt hier wie die Faust auf’s Auge, und man merkt den Zeichnungen an, dass er gerade bei den Aliens, fremden Welten und Raumschiffen viel Freude hatte.

Der Band enthält die ersten 7 US-Ausgaben, und somit einen abgeschlossenen Handlungsbogen, der aber gleichzeitig eine Brücke für eine Fortsetzung öffnet.

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