Rezensionen

Whoa! Comics 11 (Plem Plem Productions)


Die Heftreihe mit dem schnellsten Veröffentlichungsrhythmus bei Plem Plem Productions ist zweifellos Whoa! Comics, die Anthologiereihe von  Editor Thorsten Brochhaus. Er zeigt wieder eine schöne Auswahl von deutschen und internationalen Künstlern.

Das Cover von Enzo Garza lässt bereits bei jedem Horrorfan Freude aufkommen. Bei einem Skelett mit viel Gedärm behangen kann man nicht falsch machen, und in seiner Kurzgeschichte Gutt Ghost geht es auch morbide-Komisch so weiter. Der Illustrator aus Florida hat mich mit seinem eigenwilligen Stil sehr begeistert. Gern mehr davon.

Generation Praktikum Teil 3 von Kristina Gehrmann führt die Abenteuer eines Jungdämons fort, der versucht, sein erlerntes Wissen über das Angstmachen in die Tat umzusetzen, doch es läuft etwas anders, als er sich das vorgestellt hat. Über Kristina Gehrmanns Im Eisland hatten wir ja kürzlich schon berichtet, und im gleichen Manga-beeinflussten Stil zeichnet sie auch hier. Sie Story wird hier mit einem netten Spin aufgelöst. Gern würde ich von ihr auch mal was in Heftlänge bei PPP sehen.

Weiter geht es mit einer längeren Geschichte, die bereits in Whoa Comics #9 begonnen haben. Der Typ ohne Hose Teil  3 ist ein Western von Andreas Butzbach, der eine dreckige, gemeine Atmosphäre versprüht.  Für mich würde die Geschichte in größeren Stücken etwas besser funktionieren, da bei mir altersbedingt das Gedächtnis nicht mehr so gut ist.

Tom Vogel: Hönigsüße Skills von Matt und Sebastian Kempke und Katrin Felder zeigt eine schön ungesetzte Handlung mit anthropomorphen Tieren in einem Stil, der deutlich an Entenhausen erinnert. Klasse Arbeit, auch hier gern mehr davon.

Der obligatorische Abschlussstrip auf der letzten Seite heißt Die unglaublichen Abenteuer von Pipo, dem Lebensmüden Phönix von Paco Puente. Der Ecuadorianer hat bereits weltweit veröffentlicht. Mehr davon gibt es auf http://afromonkeycomics.com/ zu sehen.


Fazit

Wieder für jeden was dabei, und eine sehr gute Inspirationsquelle, denn die meisten der Künstler sind im Netz vertreten und es gibt noch zusätzlich was zu entdecken. Während andere über den Zustand der Comicszene in Deutschland jammern haut Plem Plem Productions einen nach dem anderen raus. Acta non verba!

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