Rezensionen

Karl der Wikinger 1- Das Schwert Eingars (Panini Comics)

Karl der Wikinger 1- Das Schwert Eingars | Panini Comics |
96 Seiten – Hardcover | 19,99 €

Die Trigan-Gesamtausgabe von Panini hat mich zu einem großen Freund der Zeichnungen von Don Lawrence werden lassen, und nun erscheint eine weitere Serie bei Panini, bei der Don Lawrence den Zeichenstift geschwungen hat. „Karl der Wikinger“ erschien Anfang der 60er als Zweiseiter in einem britischen Magazin, wurde aber unter verschiedenen weiteren Namen mehrfach danach veröffentlicht. In Deutschland trat Karl 1976 und 1977 als „Rolf“ in „Die Kämpfe der Seewölfe“ auf, und später in „Don Lawrence – The Collection“. Die vorliegende Ausgabe besteht teils aus Originalzeichnungen, teils aber auch aus Druckfilmen oder alten, großformatigen Kopien, und wurde so arrangiert, um dem Original möglichst nah zu kommen. Im Gegensatz zum farbenfrohen Trigan handelt es sich bei „Karl der Wikinger“ um eine komplette Schwarzweiß-Serie.

Die Serie beginnt mit dem Überfall des Wikingers Eingar und seiner Männer auf ein Dorf auf ein angelsächsisches Dorf. Morden und Brandschatzen war an der Tagesordnung, und auch von Frauen, Alten und Kindern wurde nicht Halt gemacht. Viel Widerstand haben die Dorfbewohner den Nordmännern nicht entgegenzusetzen, doch ein Mann erhebt sich gegen die Übermacht. Lange jedoch kann er dem erfahrenen Eingar nicht standhalten, jedoch ist der Wikingerfürst vom Mut des Angreifers beeindruckt, der in der ausweglosen Situation nicht aufgab. Als der Sohn des Mannes in seiner Wiege erschlagen werden soll stellt sich Eingar dagegen, da es sich um das Kind eines mutigen Mannes handelt, und nimmt den Säugling mit. Er nennt ihn Karl, und adoptiert ihn.

Die Jahre gehen ins Land, und der Blonde Karl wächst zu einem starken Kämpfer heran, der mit seinem Vater und seinen Männern auf Kaperfahrt geht. Jan und Hein und Claas und Pitt, die haben Bärte, die fahren mit. Bei einer dieser Beutezüge wird Eingar jedoch von einer Hexe verflucht, was den Beutezug und auch sein Leben beendet. Karl kann entkommen, jedoch gibt es bei den Wikingern nun die Diskussion, wer das Erbe seines Vaters als Anführer antreten darf, denn es ist bekannt, dass Karl eigentlich kein Wikinger ist. Man kommt überein, dass derjenige Anführer sein darf, der das Schwert Eingart zurückbringt. Und so entbrennt ein Wettlauf zwischen EIngar und seinem Konkurrenten…


Fazit

Die Erzählung von Ted Cowan wirkt wesentlich runder als z.B. Butterworth bei Trigan. Das mag natürlich auch daran liegen, dass es hier um ein sich an historische Ereignisse anlehnendes Thema handelt statt Sci-Fi, aber insgesamt gibt es doch weitaus weniger Logiklöcher als bei Trigan. Gewisse Anlehnungen an Prinz Eisenherz sind bei dem Thema natürlich zu erkennen, was sich aber von selbst versteht, und auch fantastische Inhalte gibt es hier.

Durch die Schwarzweiß-Zeichnungen kann sich der Leser voll auf die Zeichnungen von Lawrence konzentrieren. Gerade bei den fast halbseitigen Panels spielt er seine Brillianz voll aus, und zaubert Zeichnungen in Coverqualität. Ein wenig schade ist, dass manche durch die komplette Verweigerung von Schwarzweiß nicht in den Genuß der Zeichnungen kommen werden, denn hier sitzt wirklich jeder Strich, ob es bei den Waffen, der Bekleidung oder den Hintergründen ist. Lobenswert an dem Band sind auch das informative Vorwort und der redaktionelle Mittelteil, der viele Hintergründe erläutert.

Mich hat der Band voll überzeugt, aber da ich meine Lawrence-Fanboy-Brille nicht ablegen kann sollte jeder mal einen Blick in den Band werfen, bevor er zugreift, denn es geht im Inneren wesentlich klassischer zu, als es das Cover vermuten lässt.

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