Rezensionen

Trigan 12 – Tödliche Mysterien (Panini Comics)

Trigan 12 – Tödliche Mysterien | Panini Comics | Album – 64 Seiten – 17,99 €

In der zwölften Ausgabe von Paninis Neuauflage der Serie „Trigan“ von Autor Mike Butterworth und Zeichnerlegende Don Lawrence sind 4 Geschichten aus den Originalausgaben „Look and Learn“ 527 bis 558 aus dem Jahr 1972 enthalten.  Zwei alternative Cover der holländischen Ausgabe sind in diesem Band in deutscher Erstveröffentlichung erschienen. Eine Besonderheit des Bandes ist, das die Episode 33 komplett von Miguel Quesada gestaltet wurde, und nicht von Don Lawrence.


Episode 31: Die Spielzeugkiller

Butterworth ging sehr kreativ in dieser Geschichte vor. Er erläutert, dass das Metall Zel sehr wichtig für das triganische Imperium ist, da es die gefragteste Energiequelle darstellt. Das Wundermetall ist nur im Königreich Zelph zu finden, welches mit den Triganern befreundet ist. Doch als der alte König stirbt, weckt dies Begehrlichkeiten bei seinem Nachfolger. Dieser versucht zunächst mit konventionellen Methoden Unfrieden zu stiften, doch als er in einem Spielzeugladen kleine, durch Befehle gut steuerbare Soldatenfiguren findet, wittert er seine Chance. Er hat sich so die unauffälligste Assassinentruppe des Planeten geschaffen…


Episode 32: Das Hypnose-Medaillon

Eine Serie von Attentaten überzieht das triganische Imperium. Immer wieder greifen als sehr loyal geltende Soldaten wichtige Würdenträger an. So wird mal ein Flugzeug zum Absturz gebracht, oder eine Wache eröffnet plötzlich das Feuer. Selbst ein Wissenschaftler sabotiert ein Labor, und bringt dieses zur Explosion. Die Polizei hat keine Spur, als plötzlich Janno etwas Seltsames bemerkt. Wie der Titel der Geschichte schon sagt ist die Ursache Hypnose, doch wer steckt dahinter?


Episode 33: Der unheilvolle Kasten

Es läuft nicht alles rosig im Kaiserreich. Vermehrt kommt es zu Aufständen, da die Wirtschaft nicht mehr floriert, und die Leute hungern. Von Handgreiflichkeiten bis zu tödlichen Attacken reicht die Palette. Eigentlich eine Zeit, in der die Politik stark gefordert ist, doch der ein oder andere Würdenträger ist plötzlich nicht mehr wiederzuerkennen. Statt sich mit den Sorgen und der Bevölkerung zu beschäftigen, fermentieren die Entscheider lieber vor sich hin, und träumen vom Ruhme vergangener Taten.  Fällt das Imperium in sich zusammen?


Episode 34: Der Hydro-Man

Erneut ist es eine Idee für eine Erfindung von Perik, die zu einer großen Gefahr führt. So oft, wie der sorglose Umgang mit seinen Wundermaschinen nun schon Trigan an den Rande des Unterganges geführt haben ist es verwunderlich, dass Perik noch nicht auf Befehl von Trigo exekutiert wurde. In diesem Fall stielt ein überschuldeter Soldat eine Apparatur Periks, mit der er sich in ein Wesen aus Wasser, ähnlich dem Marvel-Schurken, verwandeln kann. Statt unauffälliger Dieb zu werden geht er dabei sehr rabiat vor, und ruft schließlich Trigo auf den Plan.


Fazit

Bei Trigan finden wir wie die Vorstellung einer Zukunft genauso vor, wie sie damals bei den Kreativen vorherrschte – in einer Welt ohne die ganzen Vorstellungen und technischen Machbarkeiten, die vier Jahrzehnte Popkultur in uns heute erzeugt haben. Dabei schwankt die Darstellung von Lawrence zwischen Zukunftstechnik (Kampfjäger etc.) zu der damaligen Gegenwart (Panzer und Schiffe) bis zu antiken Darstellungen, mal fließend, mal sprunghaft. In „Die Spielzeugkiller“ sehen wir die kleinen Killer zunächst als mittelalterliche Soldaten mit Wehrmachtshelmen, später sogar  komplett als Wehrmachtssoldaten mit der passenden Bewaffnung. „Der unheilvolle Kasten“ hingegen ist gespickt mit Anspielungen auf Drogenkonsum und Hippies.

In diesem Band kann man erleben, wie anders dann doch eine Episode wirkt, wenn jemand anders den Pinsel schwingt. Miguel Quesada half aus, als Lawrence sich doch mal einen Urlaub gönnte, und war in Spanien sicher kein Unbekannter. Insgesamt kommt er klassisch, aber etwas dynamischer als Lawrence rüber, kann aber an Detailgrad und Perfektion nicht aufschließen. Auch bei den Farbe git es deutliche Qualitätsunterschiede. Trotzdem finde ich gut das nicht nur Lawrence in der Gesamtausgabe enthalten ist, sondern die Serie komplett verlegt wird. Sehr hilfreich sind wie immer die redaktionellen Seiten, die viel zur Verständnis und der Einordnung der jeweiligen Episode beitragen.

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