Rezensionen

All Star Batman #1 (Panini Comics)

In der neuen Inkarnation von All Star Batman haben sich 2 Comiclegenden zusammengetan. Scott Snyder sollte jedem Batman-Leser ein Begriff sein, der sich in letzter Zeit mit der alten Lederhaut beschäftigt hat, und John Romitha Junior ist jedem u.a. durch seine Arbeiten bei Spider-Man oder Kick-Ass bekannt.

Als Hauptbösewicht für seine Erzählung hat sich Snyder Two-Face auserkoren. Der alte Gegner von Batman war in seiner Zeit als Staatsanwalt in Gotham einst mit Bruce Wayne befreundet, und half nicht selten auch Batman aus der Patsche. Doch ein bedauerlicher Vorfall führte dazu, dass Harvey Dents Gesicht zur Hälfte verunstaltet wurde, und auch seine Psyche war fortan so gespalten wie sein Gesicht. In ihm kämpften seine gute und seine schlechte Seite gegeneinander, und nicht selten ließ Two-Face seinen obligatorischen Münzenwurf entscheiden, welcher Seite er nachgab.

In der aktuellen Geschichte hat Bruce Wayne nun die Möglichkeit, Two-Face zu heilen, und den guten alten Harv wieder aus dem Schurken heraus zu bekommen. Dazu muss er ihn an einen bestimmten Ort bringen. Die böse Seite der angegriffenen Psyche allerdings wehrt sich dagegen, und ruft in den Medien dazu auf, Batman davon abzuhalten. Doch nicht etwa großer Reichtum ist die Belohnung, sondern Information bzw. deren Zurückhaltung, denn Harvey hat sich Zugang zu den dunkelsten Geheimnissen eines jeden Verschafft, und droht, diese an die Öffentlichkeit zu lassen.

Und so droht eine Tour de Force mit Schurken, ein Roadtrip der tödlichen Art, in dem Batman und sein neuer Sidekick mit Harvey im Gepäck Unmengen von Schurken überwinden müssen, um Harvey zu retten. Dabei kramt Snyder tief in dem Übeltäter-Fundus der Fledermaus und fördert einige skurrile Gestalten zutage, die ich zuletzt zu Ehapa-Zeiten gesehen habe.

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Fazit

Bei diesem Band fühlte ich mich doch des Öfteren in Kick-Ass erinnert, und das aber nicht nur wegen Romitha Jr. am Zeichenstift. Das Kreativteam inszeniert die Schurken sehr abgefahren und brutal gleichzeitig, so wie man das eben aus Kick-Ass kennt. Darunter leiden muss Batman, der einige fiese Treffer einstecken muss. Da wurde bisweilen etwas zu sehr auf die Tube gedrückt, zumindest gehe ich davon aus, dass das Kostüm von Batman schnittfest ist. Das Detail wurde hier aufgrund der Inszenierung aber ausgespart.

Auch zu Knightfall stelle ich Ähnlichkeiten fest. In jener Geschichte wurde Batman mit diversen Schurken konfrontiert, um am Ende im Kampf mit Bane zu stehen. Bane ist jetzt nicht dabei, wohl aber KGBeast, der als Endgegner herhalten muss. Doch anders als Bane hat er nicht das ganze geplant, sondern es war Harvey, der immer wieder seine Persönlichkeit wechselt. Und Snyder wäre nicht Snyder wenn er sich nicht selbst zitieren würde. So sind natürlich auch Talons und Eulen mit von der Partie.

Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten, auch wenn oft die Action im Vordergrund stand. Ob das bei einem anderen, von mir weniger verehrten Zeichner auch der Fall gewesen wäre kann ich nicht sagen. Ich mag Romitha Jr. einfach zu sehr, um dabei objektiv sein zu können. Im meinem persönlichen Ranking von Snyder-Material liegt All Star Batman jedenfalls im oberen Bereich, da hier weitaus weniger Redcons vorliegen als in anderen seiner Werke. Die Struktur ist klar und dient lediglich dazu diese eine Episode zu erzählen, und nicht 20 neue anzufangen. So macht (mir) Snyder Spaß!

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