Rezensionen

Tag X, Band 5 – Die Republik der Sklaven (Panini Comics)

In der Serie „Tag X“ aus Paninis Albenprogramm geht es um alternative Geschichte. Wie bei Marvel und DC mit „What if?“ oder „Elseworlds“ wird hier etwas aus der Vergangenheit verändert, so dass eine neue Zeitlinie entsteht, aber eben nicht mit Helden in Spandex, sondern mit Weltgeschichte, so dass auch berühmte Persönlichkeiten der Vergangenheit in veränderten Kontext gesehen werden können.

Im 5. deutschen Band der Serie von Fred Duval und Jean-Pierre Pécau haben sich die Künstler Spartacus ausgesucht, einen ehemaligen Gladiator und Sklaven, der einen Aufstand gegen Rom anführte, und nach einigen erfolgreichen Kämpfen in der Schlacht von Lukanien besiegt und getötet wurde. Um Nachahmung zu verhindern, wurden die Überlebenden Sklaven entlang der Via Appia gekreuzigt.

Soweit zu Historie. Der Spartacus dieser Geschichte allerdings ist etwas erfolgreicher, und kann schlussendlich sein Heer an Unterdrückten und geknechteten in die Freiheit führen, wo sie Sizilien besetzen, und eine freie Republik gründen. Klar, dass das im römischen Reich nicht für Freude sorgt, und so setzen die Römer alles daran, die neue Keimzelle der Freiheit wie ein Krebsgeschwür aus dem Mittelmeer zu schneiden…


Fazit

Bei dem Titel wusste ich nicht genau was mich erwartet. Klar, die Figur Spartacus ist den meisten durch Verfilmungen ein Begriff, aber geschichtlich sind einem die Details nicht immer geläufig.
Natürlich läd so das Konzept zur Eigenrecherche ein, und ein Blick in Wikipedia verrät hier dem Interessierten die genauen Hergänge. Nichtsdestotrotz hätte ich mich über einen kleinen Anhang oder ein Vorwort gefreut, bei dem die wichtigsten Figuren und veränderten Ereignisse vorgestellt werden.

Sehr passend zum Thema wurde Damien als Zeichner gewählt (die bisherigen waren Wilson und Buchet). Damien schafft eine typische Sandalenfilm-Atmosphäre einzufangen, und muss den Vergleich mit Frusin bei „Die Expedition“ oder Marini bei „Die Adler Roms“ nicht scheuen.

Erzähltechnisch sind es hier nicht die „fallenden Dominosteine“, die eine Änderung der Zeitlinie auslösen, sondern das große Ganze. Natürlich sind wichtige Akteure wie Cäsar oder Crassus mit dabei, aber auch fiktive Nebenfiguren spielen eine gewichtige Rolle.

Ich bin nach wie vor vom Konzept der Serie begeistert und gespannt, was uns da noch erwarten wird.

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