Rezensionen

Whoa! Comics 13 (Plem Plem Productions)

Das neue Whoa! Comics von Plem Plem Productions ist da. Die Anthologiereihe von Editor Thorsten Brochhaus läuft und läuft, während man bei anderen ähnlichen Reihen immer sehr lange auf neue Veröffentlichungen warten muss. Neuerdings kann man die Reihe auch nahezu portofrei abonnieren. Für 20€ bekommt man 4 Hefte aktuell bei Erscheinen nach Hause gesendet (regulärer Heftpreis 4,90€). Das sind gerade mal 0,40€ für 4x Porto.

Das knallbunte Cover von stammt von Evgeny Yakovlev, der mit seinem Einseiter „Über gesundes Essen“ sicher den meisten Lesern aus der Seele sprechen wird.

„Of forgotten worlds“ von Hannes Radke führt die Schlacht zwischen Mittelalter und Mech weiter, und sorgt mit einigen Schockmomenten für Action. Keine Ahnung in welche Richtung das ganze Läuft, macht aber Spaß.

Weiter geht es mit einer längeren Geschichte, die bereits in Whoa Comics #9 begonnen hat. „Der Typ ohne Hose Teil 5“ endet mit einem Knall, allerdings nicht aus einem Schießeisen. Sin City in Texas, so kann man sich das ganze vorstellen.

Die Story „Das Ei“ von Christine Larsen ist wunderschön und verstörend zugleich. Es entführt den Leser in eine fremde Welt, und wird von mir als Liebesgeschichte aus der Twilight Zone empfunden. Klasse Arbeit, auch hier gern mehr davon.

„Bla“ von Anna Helena Szymborska verstört mich ebenfalls, und ich bin mir nicht ganz im Klaren, was ich darüber denke. Optisch aber sehr ansprechend – und beängstigend. Wenn Kafka gezeichnet hätte, könnte so sein Stil aussehen.

„Die Beerdigung“ von Johannes Lott ist mein persönlicher Favorit in dieser Ausgabe, und zeigt die Gefühle und Gedanken bei einer Beerdigung, möglicherweise autobiografisch. Ähnliche Gedanken machen sich wohl die meisten bei einem solchen Anlass, ohne natürlich die gängigen Riten offen in Frage zu stellen.

Der obligatorische Abschlussstrip auf der letzten Seite heißt „Egon Forever“ von Andre Lux, und nimmt seine Strichmännchen, sich selbst und Plem Plem auf die Schippe.


Fazit

Ich wünschte, ich könnte Zeichenstile genauso gut beschreiben, wie es Sepp in den Anfangsfolgen der Comic Cookies getan hat. Stattdessen lobe ich hier die große Bandbreite in Stilen und Ideen, die in dieses Heft eingeflossen sind und den unermüdlichen Einsatz von Thorsten Brochhaus, der das alles unter einen Hut bringt.

Apropos Thorsten: Schaut unbedingt auf Kickstarter vorbei, wo die Kampagne für seine Serie „Zinnober“ mit Zeicher Ralf Singh aktuell noch läuft, und schon das x-te Stretchgoal erreicht hat.

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