Rezensionen

Wonder Woman / Conan (Panini Comics)

Wenn im Jahre 2018 (in den USA 2017) ein Crossover mit 2 Figuren der Popkultur erscheint, die 1932 bzw. 1941 erschaffen wurden, sagt das schon einiges über deren Status aus. DC und Dark Horse haben sich zusammengetan, um den Barbaren und die Amazone in ein gemeinsames Abenteuer zu schicken. Ich überwand meine Skepsis gegenüber Crossovern, weil die beiden Figuren für mich sehr gut harmonieren könnten, und von sich heraus in der Mischung von Fantasy und Mythologie ihren Platz haben. Dazu kam natürlich noch das Künstlerduo Gail Simone und Aaron Lopresti, die schon zusammen an Wonder Woman gearbeitet haben, und auch an artverwandten Serien wie Xena oder Red Sonja. Grund genug für mich, einen Blick zu riskieren.

Wie in vielen Crossovern muss eine Brücke zwischen den verschiedenen Universen geschaffen werden, die erklärt, wie es denn überhaupt zu einen Zusammentreffen kommen konnten, denn beide leben ja normalerweise in ihrer Kontinuität bzw. in dem, was bei DC nach diversen Krisen und Reboots davon übrig ist.

Im vorliegenden Fall sind übersinnliche Wesen, die Corvidae, eine gestaltwandlerische Mischung aus Frauen und Krähen dafür verantwortlich, die Universen zu vernetzen. Sie wollen herausfinden, wer in dem Kampf zwischen Amazonenprinzessin und Barbar obsiegen würde. Und so kommt es, wie in vielen anderen Crossovern auch, zu einem Kampf der Protagonisten gegeneinander, bevor man sich gegen den gemeinsamen Feind verbündet. Das Ganze ist allerdings interessant und glaubhaft von Gail Simone inszeniert, so dass ich nicht das Gefühl hatte, den immer gleichen Kampf aus dem Missverständnis heraus zu lesen.

Stattdessen hat Simone eine Vorgeschichte inszeniert, die aus der Jugend Conans berichtet, und seiner ersten Liebe im Kindesalter. Doch ist diese seltsame Kämpferin, die nichts von ihrer Vergangenheit weiß, wirklich das verschollen geglaubte Mädchen, dass den Cimmerier in seiner Jugend geneckt und ihm den Kopf verdreht hat?


Fazit

Ich mag es immer sehr, wenn starke weibliche Charaktere von Frauen geschrieben werden, speziell wenn sie Figur gut kennen, so wie das bei Gail Simone und Wonder Woman der Fall ist. Das führt dazu, dass auch weitere Nebenfiguren aus dem Umfeld der Amazone sinnvoll in die Geschichte eingesponnen wurden. Okay, bei Conan ist das schwer möglich, da die Überlebenswahrscheinlichkeit an seiner Seite, bis bei einer gewissen Rothaarigen, sehr gering ist. Trotzdem hat man das Gefühl, dass die Handlung, die sich vorwiegend in Conans Welt abspielt, etwas zu sauber gezeigt wird. Normalerweise geht es dort deutlich dreckiger und härter zur Sache. Gut gelungen finde ich hingegen das Design der Gegner, speziell die Corvidae haben mit sehr gut gefallen. Insgesamt also ein gelungenes Crossover, dass sowohl Fans des Barbaren als auch der Amazone gefallen wird. Sehr schön auch, dass neben den normalen Covern auch die Variants mit Zeichnern wie Liam Sharp oder Neal Adams enthalten sind.


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