Rezensionen

Karl der Wikinger 4 – Die Insel der Monster (Panini Comics)

Die Serie „Karl der Wikinger“ erschien Anfang der 60er als Fortsetzungsgeschichte in einem britischen Magazin, wurde aber unter verschiedenen weiteren Namen mehrfach danach veröffentlicht. In Deutschland trat Karl 1976 und 1977 als „Rolf“ in „Die Kämpfe der Seewölfe“ auf, und später in „Don Lawrence – The Collection“. Die vorliegende Ausgabe besteht teils aus Originalzeichnungen, teils aber auch aus Druckfilmen oder alten, großformatigen Kopien, und wurde so arrangiert, um dem Original möglichst nah zu kommen. Im Gegensatz zum farbenfrohen Trigan handelt es sich bei „Karl der Wikinger“ um eine komplette Schwarzweiß-Serie. Die „Kopfzeile“ mit dem Namen der Serie, die ja bei einem Zweiseiter alle 2 Seiten käme, wurde anders als z.B. bei der Serie Prinz Eisenherz von Bocola weggelassen. So kommt es, dass oft ein Achtel der Seite weiß bleibt, sich aber so eher das Gefühl einer durchgehenden Geschichte ergibt.

In „Gefion Einauge“ erreichen die Wikinger unter der Führung Karls ein seltsames Land an der Küste Nordafrikas, das aber reiche Beute verspricht. Doch auch andere Nordmänner sind schon dort, um sich die Schätze unter den Nagel zu reißen. Deren Kapitän ist Gefion Einauge, der alle Ansprüche für sich erhebt. Schnell steht Karls Mannschaft zwischen den Eingeborenen und der anderen Mannschaft, und es ist klar: es kann nur eine siegreiche Mannschaft geben.

In der zweiten, namensgebenden Geschichte „Die Insel der Monster“ kommt es zu einer wieder zu einer versuchten Plünderung, doch nicht nur die Verteidiger und Gefion Einauge machen den Wikingern zu schaffen, sie müssen sich auch gegen allerlei riesiges Getier  durchsetzen, z.B. eine Seeschlange, die die Drachenboote angreift. Da dabei große Teile beider Mannschafften sterben, müssen sie sich zusammenschließen. Ein Wettstreit soll darüber entscheiden, wer die Plünderer anführt.

„Der Magier aus dem Sumpf“ zeigt erneut eine verhinderte Plünderfahrt, diesmal geht es nach Irland. In einem Sumpf müssen Karl und seine Mannen dieses Mal gegen ein Heer, eine Hexe und den Tod kämpfen.


Fazit

In diesen Band sind viele Lawrence‘sche Monster, wie sie später in Trigan eine Rolle spielen, eingearbeitet. Die Insel der Monster bietet da einen sehr guten Spielplatz für die Zeichnungen, die viele Wesen aus der Urzeit und der Fabel zeigen.

Optisch ist das Ganze wieder ein Leckerbissen. Bis auf wenige sehr dunkle Panels (mit schlechten Vorlagen) sind die Zeichnungen sehr gut erhalten, und gehören in die Sammlung jeden Fans von Lawrence. Es sind sogar einige richtige Perlen dabei, die auch aus späteren Werken von Lawrence stammen könnten. Detailreichtum und Realismus, wie man sie kaum heute noch findet.

Natürlich dürfen auch die heute klischeehaft wirkenden Bösewichte nicht fehlen. Bei Lawrence sieht man auf den ersten Blick, ob jemand böse ist, egal ob Gefion Einauge, der irische Angreifer oder Hexen, ein Panel reicht da schon für die Charakterisierung. Auch hier muss man sich aber vor Augen halten, dass die Serie vor mehr als 50 Jahren für Kinder geschrieben wurde, die nicht alles was sie wollten sofort auf Knopfdruck verfügbar hatten. Die Anforderungen waren also gänzlich anders als heute. Dank Lawrence‘ Zeichnungen sind Geschichten aber heute noch göttlich anzusehen.

Der nächste Teil mit Namen „Die Festung des Todes“ erscheint im Februar 2019.


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