Rezensionen

Old Man Hawkeye 2: Das Vermächtnis (Panini Comics)

Old Man Hawkeye 2: Das Vermächtnis | Panini Comics | Softcover – 132 Seiten | 16,99€

Autor Ethan Sacks und Zeichner Marco Secchetto haben sich bereits dem ersten Band der vorliegenden Reihe der Welt der Erfolgsserie Old Man Logan angenommen, allerdings spielt die Handlung zeitlich davor. Erzählt wird die Geschichte von Clint Barton, auch bekannt unter dem Namen Hawkeye, der sich vom Schurken zum Rächer wandelte, und in der Vergangenheit sogar eigene Teams anführte wie die Westküsten-Rächer oder die Thunderbolts. Nachdem der Großteil der bekannten Superhelden getötet wurde, müssen sich die Verbliebenen im Ödland allein durchschlagen. Dabei können alte Feindschaften wieder aufflammen, und neue entstehen. Clint Barton definierte sich in der Vergangenheit vor allem durch eines: seine Treffsicherheit. Der Meisterschütze hat keine Superkräfte, daher muss er sich auf seine Hand-Auge-Koordination verlassen können, und genau daran scheitert es gerade. Die Diagnose ist niederschmetternd: er wird langsam blind. So beschließt Hawkeye eine letzte, große Mission. Dabei hat er eines der ältesten, ehrlichsten Motive der Menschheitsgeschichte: er will Rache!

In „Das Vermächtnis“ wird es nun sehr deutlich, was in der Vergangenheit geschah, und wie Clint zu diesem alten, verbitterten Mann wurde. Aus einer typischen Routinemission der Avengers wurde plötzlich die Katastrophe, als die man die Welt unter der Herrschaft des Red Skull und seiner Entourage bezeichnen kann. Eigentlich sollte es ein einfacher Sieg wie üblich werden, gerade mit der Unterstützung der Thunderbolts, das Team also, was Hawkeye in dessen Blütezeit angeführt hatte. Die ehemaligen Verbrecher sollten unter neuen Identitäten zu Helden werden, was nicht in allen Fällen gelang. So wurden die Avengers verraten, was viele tote Freunde bedeutet hatte.

Begleitet von seine/r ehemaligen Sidekick Kate, die ebenfalls unter dem Namen Hawkeye unterwegs war, zieht er nun durch Nordamerika, und begegnet so manchem ehemaligen Freund, und nicht immer verlaufen die Begegnungen freundlich…


Fazit

Die Künstler haben Konsequent fortgesetzt, was in Band 1 begonnen wurde, und gerade die Szenen aus der Vergangenheit tragen doch viel zum Verständnis bei. Anfängerfreundlich wurden bekannte Avenger für die Rückblicke genutzt, eine kluge Entscheidung, denn Einsteiger die bislang nur das MCU kannten, werden mit dem Thunderbolts nichts anfangen können.

Auch ist die Handlung weniger stark an der Vergangenheit ausgerichtet als Old Man Logan. Die Lücke wurde mit viel Action gefüllt. Das Mix ist aber gelungen, die Serie verkommt nicht zum reinen Action-Feuerwerk.

Insgesamt erreicht Old Man Haweye nicht ganz das Level von seinem Kumpel Logan, kann aber trotzdem gut als Ergänzung, oder, wenn man die Marvelhelden in einer Dystopie mag, gelesen werden. Sowohl Neuleser als auch Altfans werden hier ihre Freude haben, letztere sogar noch mehr, wenn sie zwischen den Zeilen lesen und die Beziehung Clints zu den anderen Figuren kennen.


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