Rezensionen

Batman Metal Paperback (Panini Comics)

Okay, ich bin etwas spät auf der Party, aber das hat einen Grund. Ich lese mittlerweile gern zusammenhängende Storys am Stück, und gerade bei Großereignissen hat sich das bewährt. Daher war es für mich klar, dass ich auch Batman Metal an einem Stück lesen will, und diese Entscheidung war goldrichtig, denn es handelt sich nicht um eine Batman-Maxiserie, sondern tatsächlich um ein DC-Event von den Ausmaßen einer Crisis.

Enthalten sind Dark Days: The Forge 1, Dark Days: The Casting 1, Dark Knights: Metal 1-6 sowie Dark Knights Rising: The Wild Hunt 1. Eine ganze Latte an Heften also, aber, um es gleich vorweg zu nehmen, es gäbe da noch den ein oder anderen Sonderband (z.B. Widerstand in Gotham, Die Batmen aus der Hölle) und Dutzende Hefte von Scott Snyder, die das Verständnis der Ereignisse deutlich verbessern würden. Es ist also keine schnell weg lesbare Batman-Geschichte, und bei dem US-Originalheften kam der Name Batman ja auch nicht vor.

Trotzdem ist die alte Lederhaut natürlich der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, und Bruce muss sich durch nicht weniger als das gesamte Schaffen von Scott Snyder kämpfen. Eigentlich will er das namensgebende Metall untersuchen oder bessergesagt: die Metalle. Seit längerer Zeit hat er diese beobachtet, denn im Periodensystem der Elemente tauchen sie nicht auf, und Batman vermutet einen dimensionsübergreifenden Zusammenhang.

Viele Freunde aber auch Feinde scheinen etwas darüber zu wissen, nur das dadurch nichts an Licht kommt, sondern alles immer nebulöser wird. Doch Batman wäre nicht Batman, wenn er aufgeben würde. Doch ungewollt holt er sich das Grauen in seine Welt, groteske Zerrbilder seiner selbst in wilder Mischung mit anderen Helden, die keine Gnade kennen…


Fazit

In der Vergangenheit war ich bei vielen Geschichten von Scott Snyder irritiert. Zwar hatten sie stets spannende Ideen, aber ich hatte nicht immer den Eindruck alles abgeschlossen verstanden zu haben. Viele dieser Elemente, z.B. die Eulen oder auch Batmans unfreiwillige Reise durch die Zeit bis zu den letzten Vorkommnissen mit dem Joker wird hier eingeflochten und in einem Zusammenhang gebracht. Daher ist der Band für einen Neuleser komplett ungeeignet, aber wenn jemand lange Zeit in der Heftserie versunken ist und den roten Faden sucht, ist er hier genau richtig.

Von der Anzahl der beteiligten Figuren wäre Batman Metal eigentlich eher zu Justice League Metal umzubenennen. Superman, Wonder Woman, Green Lantern und andere spiele eine große Rolle, aber auch Charaktere aus der Bat-Familie und andere Gruppierungen.

Zeichnerisch werden höchst unterschiedliche Resultate geboten, aber mit Größen wie Capullo, Jim Lee, Romitha Jr.  oder Andy Kubert sollte für jeden etwas dabei sein. Die Anleihen der Dark Judges aus Judge Dredd sind bei den Dark Knights sehr, sehr deutlich.

Was hat mir gefehlt? Bei all der epischen Ereignisse und Verknüpfungen sowie den alten und neuen Figuren hätten einige redaktionelle Seiten mit Hintergründen und Lesereihenfolgen dem Gelegenheitsleser Hilfe leisten können. Gerade weil man sehr tief im Thema seien muss, um die Handlung voll zu genießen.


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