Rezensionen

Conan der Barbar 1 – Leben und Tod des Barbaren (Panini Comics)

Bei diesem Band kommen zwei Dinge zusammen, die ich sehr mag. Zum einen ist es Conan, jene legendäre Figur des Autors Robert E. Howard, die ich seit den Verfilmungen mit Schwarzenegger verehre, zum anderen ist es Jason Aaron, den ich schon vor seiner Marvel-Karriere mit dem genialen „Scalped“ auf dem Schirm habe. Auch wenn ich nicht alle seiner Geschichten bei Marvel überdurchschnittlich fand, sind seine Eigenkreationen wie „Southern Bastards“ doch immer sehr gelungen. Umso gespannter war ich, was er nun mit dem Barbaren anstellen würde.

Der Band startet zunächst mit einem kleinen Überblick über das Leben Conans. Von seiner Geburt in den harten Landen des Nordens bis zu seinem Leben als König wird der Bogen gespannt, um dann in die Vergangenheit zu zielen, in der Conan einst nach einem Arenakampf eine hübsche junge Dame kennenlernte, die sich jedoch als alte Hexe entpuppte, und ihm ans Leder wollte, was der Barbar durch den Einsatz wenig subtiler Mittel verhindern konnte.

Im Verlauf der weiteren Episoden in diesem aus 6 US-Heften bestehenden Band wird es weitere Einblicke in das Leben Conans geben, wie sie klassischer nicht sein könnten. Man sieht ihn als Dieb und Piraten, als gelangweilter König, in den Dschungeln der Pikten und in den Wüsten des Südens. Das Ganze wird zusammengehalten mit einen roten Faden bzw. einer 2. Handlungsebene, die eben mit jener Hexe aus Heft 1 zu tun hat.

Diese Erzählweise gefällt mir sehr gut, denn „Leben und Tod des Barbaren“ bleibt so immer abwechslungsreich und wird nicht unnötig in die Länge gezogen, wie es bei manchen anderen Miniserien ist, die eben genau 5 oder 6 US-Hefte lang sein müssen. So gibt es nun in jedem Heft eine abgeschlossene Story, und das aus den unterschiedlichsten Bereichen. Ein sehr schöner Überblick, den auch Neuleser gut verstehen können. Eine persönliche Handschrift von Aaron konnte ich nicht erkennen, aber die Serie ist ja auch noch nicht zu Ende.

Zeichnerisch gibt es nichts zu meckern, sowohl Mahmud Asrar als auch Gerardo Zaffino sind passend gewählt, um Howards eher dreckige Fantasywelt dazustellen. Lediglich Conans Gesicht wirkt auf mich zuweilen bei Asrar zu gutaussehend, da hätten etwas kleinere Augen und ein härteres Gesicht eher gepasst.

Im Anhang gib es neben einem ausführlichen Interview von Christian Endres mit Muhmad Asrad auch die Variantcover der US-Ausgaben zu bewundern. Es macht viel Spaß zu sehen, wie unterschiedlich Zeichnergrößen wie Chris Bachalo, Skottie Young, J. Scott Campell oder Greg Hildebrandt den Cimmerier interpretieren. Ich persönlich würde sehr gern auch mal ein komplettes Heft von Esran Ribic, dem Zeichner der regulären Cover, sehen.

Insgesamt ist die neue Conan-Serie also eine Kaufempfehlung, auch wenn noch etwas Luft nach oben ist. Der 2. Band der Serie soll im Frühjahr 2020 erscheinen, und bei Crom, ich werde dabei sein.


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