Rezensionen

Spawn 122 (Panini Comics)

Spawn 122 | Panini Comics | Softcover – 92 Seiten | 12,99 €

Es soweit, die Serie Spawn steht vor einem wichtigen Jubiläum, nämlich der US-Ausgabe 300, die die deutsche Ausgabe 123 sein wird. In der deutschen Nummer 122 sind die Ausgaben 296 -299 enthalten, und diese werden von den Autoren Todd McFarlane und Jon Goff mit einem kleinen Rückblick begonnen. Eine sehr gute Idee, denn die Serie war stets etwas verwirrend. Schon seit der legendären Nummer des neu gegründeten Verlags Image Comics stocherte Al Simmons im Dunkeln, und das hat sich bis heute fortgesetzt.

Warum bin ich hier? Wer ist dafür verantwortlich? Gibt es einen tieferen Sinn? Diese und vielerlei Fragen mehr stellte sich der junge Hellspawn, und traf auf eine Menge seltsame Figuren, die nur in den Grim & Gritty 90’s entstehen konnten.

Von Beginn an war klar: er ist rechtschaffend zornig, und lässt sich weder von Himmel noch Hölle herumschupsen, und von Batman, mit dem es ein legendäres Crossover gab (Stichwort: Schnürsenkel) erst recht nicht.

Das Entsetzen war groß, als Al Simmons nochmals starb, und ein neuen Hellspawn auf Erden wandelte. Doch diese Episode war vorbei, als Simmons‘ Ex-Frau ermordet wurde. Seiner großen Liebe beraubt kam es zu einem Showdown in der Hölle (US Spawn 250).

In den letzten 250 Ausgaben kümmerte sich Spawn Wandas umTochter Cyan, die ebenfalls Kräfte entwickelt hatte, ging mit ihr nach Japan um einige Dämonen zu bekämpfen und widmete sich seinem Plan, den Einfluss von Himmel und Hölle auf Erden zu eliminieren. Dazu ließ er sich sogar selbst einsperren, gewann Befehlsgewalt über seine alten Feinde, traf den US-Präsidenten und gab seine Identität der Öffentlichkeit preis.

Nachdem er in der letzten Ausgabe seine alte Nemesis, den Violator, kaltgestellt hat, kommt es nun zum Showdown mit dem Redeemer, eine Art Anti-Spawn des Himmels, und bei der Gelegenheit verbünden sich Himmel und Hölle, um den ständig mächtiger werdenden Hellspawn zu vernichten. Doch natürlich geht Al nicht unvorbereitet in den Kampf.


Fazit

Es scheint, als wolle McFarlane alle Spawn-Fans der Vergangenen 27 Jahre mit ins Boot nehmen. Das ist selbst bei mir gelungen. Zwar habe ich die Serie seit den Zeiten des Infinity Verlags im Abo, die letzten 6 Ausgaben lagen jedoch ungelesen auf dem Lesestapel, da mir Spawn bei der ganzen verwirrenden Handlung nur am Stück sinnvoll erscheint. Kurz vor dem Einstiegspunkt im nächsten Heft ist es klasse, dass es eine Zusammenfassung gibt, denn es sind so viele alte Figuren aufgetaucht, dass man das Gefühl hat, die 90er sind nur 2 Hefte entfernt.

Mit den Erklärungen, die jetzt gegeben werden, scheint das Elend, was Simmons in den letzten Jahrzehnten erdulden musste, endlich Sinn zu geben. Von alten Gegnern wie dem Freak oder Cy-Gor oder Overt-Kill bis zu den Nachrichtensprechern, die eine alte Tradition der Serie sind: alles hat seine Rolle in dem Drama.

So mag die kommende US-Nummer 300 ein guter Einstieg für Neuleser werden, dies hier ist aber sicher eine der wichtigsten Ausgaben für Altleser, gerade wegen der feinen Zusammenfassung/Rückblicke und Erklärungen. Mit Jason Shawn Alexander wurde ein hervorragender Zeichner gefunden, der den Hellspawn in den rechten Schatten rückt, und auch wenn der Toddster wieder mal den Stift für ein Cover schwingt, kommen wohlige Erinnerungen an die alten Zeiten auf.

Ich jedenfalls hab so viel Bock wie lange nicht auf Spawn, und bin auf die nächste Ausgabe gespannt, die im Frühjahr 2020 erscheinen soll. Möge das Gemetzel beginnen!


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