Rezensionen

Stranger Things – Sechs (Panini)

Zugegeben, ich war spät zur Party, aber mittlerweile habe auch ich es geschafft, die Netflix-Erfolgsserie Stranger Things zu sehen. Da hat das zu spät kommen wieder einen Vorteil, man kann die bisher erschienenen 3 Staffeln in einem Stück durchschauen. Zur Serie an sich muss man nicht mehr viel sagen, sie ist eine Liebeserklärung an die 80er, an Filme, Musik, kurz: die gesamte Popkultur. Inklusive Limahl.

Darkhorse Comics hat nun zusammen mit Netflix ein offizielles Prequel in Comicform herausgebracht, welches schon in den 70ern angesiedelt ist. Es erzählt die Geschichte von Francine, einer Teenagerin, die entdeckt, dass sie eine seltsame Fähigkeit hat. Sie kann die Zukunft voraussehen, wenn auch nur begrenzt und sehr wage. Das reicht aber, um sie und ihre Mutter vor einem schrecklichen Unfall zu bewahren. Auch ihre Eltern erkennen nun ihre Gabe, und durch einen kleinen Lottogewinn kommt die Familie zu bescheidenem Wohlstand. Doch die Eltern wollen mehr Reichtum, leider ist jedoch Francines Kraft nicht voll ausgeprägt, und es gibt immer eine gewisse Fehlerquote.

Das Schicksal schlägt zu, und plötzlich findet sich Francine in einem bestimmten Labor wieder, welches die übernatürlichen Fähigkeiten von Kindern testet. Ab diesem Moment ist Francine Testperson Sechs, und wird von einem bekannten Wissenschaftler dazu gebracht, ihre Fähigkeiten zu verbessern. Doch das Training wird zusehends härter…

Fazit

Das von Jody Houser geschriebene Prequel fügt sich nahtlos vor die Geschehnisse der Serie ein. Gerade im Labor trifft man einige Bekannte, und speziell das Leben der Testpersonen wird interessant beleuchtet. Edgar Salazars Zeichnungen, verbunden mit den Farben von Marissa Louise, halten sich angenehm nah an dem Feeling der Serie. Man könnte sich das ganze auch gut verfilmt vorstellen.

Jeder, der sie Serie mochte, wird auch diesen Comic mögen, auch (oder gerade weil?) es zu den Hauptfiguren der Serie wenig Berührungspunkte gibt. Das ist der große Unterschied zur ersten Comic-Miniserie von Stranger Things („Die andere Seite“), wo Houser deutlich weniger Freiräume hatte, und ein wenig um die Geschehnisse der Serie „herumschreiben“ musste…  Aber genau wie hier geschildert könnte sich das Leben im Hawkins National Laboratory zugetragen haben. Enthalten sind auch alle Cover, z.B. von David Mack. Interessant zu sehen, dass auf den Covern auch Figuren wie Punk-Eleven waren, obwohl diese nicht auftauchen. Da Musik ein wesentliches Stilelement der Serie ist, wäre es cool gewesen, pro US-Heft einen passenden Track empfohlen zu bekommen, wie das schon bei anderen Comics gewesen ist.

Als Gamer wird man in diesem Setting (Teenagerin mit Zukunftsvisionen in Kleinstadt) natürlich an Life is Strange erinnert, die Autorin schafft es aber etwas eigenes, sehr passendes im Städtchen Hawkins zu erschaffen.

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