Rezensionen

woraufhin ich einen Zeitreisenden traf (Edition Kwimbi)


In diesem Comic blitzt mal ein neuer Begriff, mal ein blanker Busen und immer mal wieder ein Zeitreisender auf. Wer bereit ist, ungewöhnliches & gelungenes auf sich wirken zu lassen, kann durch dieses Storytelling die Zeichen der Zeit erkennen!


Klitzekleiner abschweifender Rückblick

Um 2012 gab es in verschiedenen Comicbereichen neues. Es startete hierzulande zum Beispiel der langjährige Podcast Comic-Cookies, yeah! Auf dem US-Markt gab es bei Marvel und bei Image Comics wirkungsvolle neue Ideen (oder erwähnte ich das bereits?) Und… und es wurde Kwimbi ins Leben gerufen. Kwimbi veröffentlicht in der Edition Kwimbi so einige Comics, die auch immer wieder in unserem Comic-Cookies-Podcast oder in unseren Rezensionen besprochen wurden… und werden. So auch hier und jetzt!


Reihenfolge (zum besseren Verständnis für Nicht-Zeitreisende)

als ich mal auf hoher See Verschollen war

Es gibt den fleißigen Comickünstler Maxililiam Hillerzeder aka Hillerkiller und seinen Blog. Der dort erste nachzulesende Beitrag ist ebenfalls aus dem Jahr 2012. Und es gibt Webcomicleser. Ich gehöre leider nicht zu den Webcomiclesern. Deshalb hatte ich erst später mitbekommen, dass Hillerkiller mal auf hoher See verschollen war.

Ich habe das in der Zwischenzeit in Comicbuchform nachgelesen (und davon erzählt). Wer diese Story im Internet verfolgen möchte, kann das hier nachlesen: als ich mal plötzlich in der Wüste gewesen bin – der Webcomic für abenteuerlich Inkonsequente. Ja, in der Wüste war Hillerkiller auch. Und ja, diese Geschichte erscheint ebenfalls in gedruckter Form. Der erste Band kam 2018 raus und hat auf dem Backcover stehen:

„Wie komme ich denn in die Wüste? Und wer sind all diese Leute? Was will der Mexikaner von mir? Seht ihr auch diesen Schatten? Wann ist ein Mann ein Mann? Und welche Rolle spielt überhaupt Bremen bei der ganzen Sache? Die Vorgeschichte des beliebten Abenteuerromans >>Als ich mal auf hoher See verschollen war<< lässt erneut viele Fragen offen.“

Auf der letzten Seite dieses Comicbandes ohne Vorwort wird noch ein Dank für ein Vorwort ausgesprochen. (Was das wohl bedeuten mag?) Auf dem Buchrücken steht eine 1.

Es ist also als ich plötzlich mal in der Wüste gewesen bin der erste Band zur Vorgeschichte von als ich mal auf hoher See verschollen war. 2019 ist zur Vorgeschichte der zweite Teil erschienen. Ich bin jetzt schon auf den prägnanten vollen Titel von Band 3 gespannt. Denn der volle Titel für Band zwei ist als ich plötzlich mal in der Wüste gewesen bin Teil 2 worauhin ich einen Zeitreisenden traf!

Letztens hatte ich die Titel leider nicht völlig richtig gesagt, sorry. Hier habe ich jetzt die Titel hoffentlich mehrmals richtig genannt. Ich denke, sie sind euch nun im Ohr.

Band 2 ist die direkte Fortsetzung der Geschichte. Legt euch bitte auch Band 1 zu und lest ihn zuerst. Sonst versteht ihr zum Beispiel Elins Ohrfeige in Panel 5 auf Seite 42 nicht.


Inhalt

Auf den ersten sechs Seiten taucht in abenteuerlicher, nächtlicher Atmosphäre ein mysteriöser Zeitreisender auf, dass es mich bei der Darstellung, Farbgestaltung und Perspektive an RASL erinnert.

In einer etwas ländlicheren Gegend scheint an dem Abend keiner etwas von dem Spuk mitbekommen zu haben, als unsere Hauptcharaktere in einer Hütte ein Brettspiel spielen. Der Gesichtsausdruck ist süß naiv, wenn Hillerkiller vom Spielbrett aufschaut.

Neue Comicseite (10), neuer Tag, „die Sterne wandern unaufhörlich“, sie fahren zu einer Tanke und bitten dort eine Obenohne-Mechanikerin um ein Boot. Es wird ein Boot gebaut und sich in Kapitel 4 zu einer Insel aufgemacht. Wie und warum das von Statten geht, was sich entwickelt, muss man lesen.

Was sie auf der Insel vor finden, ist der Hammer an Slapstick, Sozialkritik und Spaß. Denn laut Elin, der Exfreundin vom Seelenkiffer Vodnik, pflegen die Einheimischen einen speziellen Kult namens „Insulazentrick„. Zumindest finden die Inselbewohner einen Weg zur erfolgreichen Deeskalation.

Es gibt ab Seite 52 das Gästin-Kapitel* Duckdog von Lea „Slinga“ Wegner, dessen Girltalk nicht nur die Mädels giggeln lässt, sondern auf jeden Fall auch den geneigten Leser.

Und es taucht immer wieder der Zeitreisende auf! Geil – Muss man gelesen haben!

* Der Begriff Gästin-Kapitel ist nicht von mir kreiert, er steht so auf dem Cover.


Fazit

Je mehr man diese Geschichte der Reihe nach liest und versteht, desto mehr Spaß macht der Comic.

Der bunte Comic ist eine liebe, moderne, lustige Abenteuergeschichte mit wenigen üblichen ausgelutschten Elementen wie böser Verbrecher und heller Held in altbekanntem Setting. Er enthält viel mehr Elemente, die an klassische Slapstick-Fantasy-Manga im positiven Sinne erinnern.

Ich frage mich, wer Snarf Quest von Larry Elmore kennt (Snarfquest-Eintrag bei Wikipedia)? Ob Hillerkiller diesen US-Fantasy-Funny-Comicstrip kennt, der ab 1985 im Dragon-Magazin in jeweils spontan geschaffenen Episoden erschienen ist?


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